18 Januar 2021

Abnehmen durch Fahrrad fahren möglich - Diät Radeln


Ihr fragt euch ob man mit einem Fahrrad abnehmen kann? Immerhin ist ein Fahrrad nicht teuer und in den meisten Haushalten ist ohnehin eins vorhanden. Außerdem ist moderates Fahrrad fahren weniger anstrengend als Laufen oder vergleichbare Ausdauer Sportarten. Ein Fahrrad kann (!) zu einer gesunden Diät beitragen.

Fahrradtour im Wald

Auf meiner About Me Seite habe ich bereits geschrieben das ich durch regelmäßiges Radfahren einiges an  Gewicht verloren habe. Reicht es einfach nur Fahrrad zu fahren um abzunehmen? Ich denke abgesehen vom Radfahren sollte man noch einiges beachten. Im folgenden Artikel will ich beschreiben wie ich das geschafft habe und einige Tipps für Interessierte geben. 

Anmerkung:
Der folgende Artikel ist keine medizinische bzw. wissenschaftliche Beratung, sondern eine Dokumentation meiner eigenen Erfahrung, angereichert mit einigen Tipps. Um eventuelle Risiken zu vermeiden solltet ihr Ernährungsumstellungen und euer Sportprogramm mit eurem Arzt abstimmen.

Warum ausgerechnet Fahrrad fahren?

Einige werden sicher zurecht anmerken, dass es effizientere Sportarten als Radeln gibt. Das ist wohl war, denn mit Laufen, Schwimmen oder Krafttraining kann man sicher größere Erfolge in kürzerer Zeit erzielen. Warum sollte man also ausgerechnet das Fahrrad für eine Diät wählen? Keine andere Sportart kann man derart effizient in den Alltag integrieren. Das Fahrrad ist Sportgerät und effizientes Transportmittel in einem. Es lässt sich zum Pendeln, für den Einkauf oder auch einfach zum Sport machen nutzen.

Daher sehe ich das Radfahren auch weniger als eine Diät, sondern als eine bewusste Lebensweise bzw. (für diejenigen die gerade mit dem Rad fahren beginnen) eine bewusste Lebensumstellung.

Natürlich ist es nicht jedem möglich das Fahrrad für derart viele Strecken zu verwenden. Die durchschnittliche Pendlerstrecke lag 2020 in Deutschland bei 16,9 Kilometern. Für viele ist diese Entfernung, gerade zu Beginn, nicht selbstverständlich. Allerdings könnte man sich dennoch mit kürzeren Strecken rantasten, oder man nutzt das Fahrrad für den täglichen Bedarf nach Feierabend.

Vorteile und Nachteile?

Fahrrad fahren hat aus meiner Sicht kaum Nachteile. Einen habe ich schon weiter oben angerissen. Andere Sportarten wie Laufen, Schwimmen oder auch Rudern sind effizienter beim Muskelaufbau und damit auch beim abnehmen. Um die gleiche Menge an Energie zu verbrennen muss man schon bedeutend länger Rad fahren, oder sehr sehr intensiv.
Wenn man sich auf das Fahrrad im Alltag einlässt insbesondere im Vergleich zum Auto, dann muss man natürlich auch erwähnen, dass man auf dem Drahtesel stets der Witterung ausgesetzt ist. Das heißt es wird manchmal kalt und manchmal nass (manchmal auch unangekündigt). 

Und die Vorteile? Nun ja Radfahren ist sehr gesund. Es ist gelenkschonend und allgemein sehr vorteilhaft für die Gesundheit. Zum Beispiel wird das Herz-Kreislauf-System im Körper trainiert. Es macht Spaß durch die Natur zu fahren. Im Stadtverkehr ist man überraschend effizient und nicht viel langsamer als mit dem Auto. Auf kurzen Strecken ist man sogar oft schneller. Insbesondere auch weil die große Suche nach dem Parkplatz weg fällt. Letztlich ist Fahrrad fahren vor allem auch günstig. Zweifellos viel günstiger als Autofahren.

Eine Sache will ich auch nicht verschweigen. Wie jedes Fortbewegungsmittel benötigt auch ein Fahrrad ein wenig Aufwand. Man muss gelegentlich die Reifen prüfen, Luft aufpumpen und auch mal die Kette reinigen. Vermutlich ist der Aufwand aber nicht größer als bei einem Auto. Für die meisten Dinge muss man nicht mal in die Werkstatt.

Anmerkung: Radfahren ist nur gelenkschonend, wenn das Fahrrad korrekt eingestellt ist. Habt ihr also Schmerzen - beispielsweise in den Knien - dann liegt dies häufig an einem falsch eingestellten Fahrrad (evtl. Sattel oder Lenker überprüfen).

Kann man alleine durch das Fahrradfahren abnehmen?

Jein! Ich fahre nun seit vielen Jahren Fahrrad auch mehrere tausend Kilometer im Jahr. Wirklich abgenommen habe ich jedoch erst seit dem ich mich auch bewusst(er) Ernähre. Das Problem ist, dass man aufgrund des erhöhten Kalorienbedarfs beim Radfahren unbewusst mehr isst. Oder anders gesagt, man denkt: „Oh ja - ich war heute fleißig und bin viele Kilometer gefahren, also darf ich ordentlich reinhauen.“ 
Leider übertreibt man es dann sehr häufig, das ist zumindest meine eigene Erfahrung.

Gewicht Diagramm

So bin ich Jahrelang an die Sache ran gegangen. Ja, so kann man auch einige Kilos abnehmen. Allerdings kommen dann auch wieder Phasen in denen man weniger fährt und automatisch wieder mehr Gewicht aufbaut. Zum Beispiel im Winter. Auch wenn ich grundsätzlich das ganze Jahr unterwegs bin so ist es doch so, dass ich im Winter bedeutend weniger fahre. Meine Fahrten sind dann „effizienter“ und weniger Spaß- und Erlebnis-orientiert. Das heißt aber auch weniger Kalorienbedarf und somit theoretisch weniger Nahrungsbedarf. Leider klappt das dann nicht immer.

Ein weiteres Problem bei vielen ist die Herangehensweise. Einige Übernehmen sich direkt am Anfang. Häufig liegt dies an Selbstüberschätzung. Man sollte die Beine nicht überfordern. Das führt zur Schwächung des Körpers und des Immunsystems. Jedoch sollte man auch nicht permanent mit zu wenig Intensität fahren. 

Wie kann man beim Radfahren abnehmen?

Ich habe mir persönliche Ziele gesetzt. Wie viel möchte ich pro Monat fahren? Das „Wie viel“ kann man in Zeit oder auch in Kilometer definieren. Man sollte sich zu Beginn nicht übernehmen. Gleichzeitig habe ich versucht die Intensität langsam (!) immer weiter zu steigern. Das ganze hat nichts mit Trainsplänen zu tun, sondern eher mit persönlichen Zielen und eigener Motivation. Allerdings darf man sich dabei nicht übernehmen. Schätzt eure Fähigkeiten gesund ein. Überanstrengung führt zu Immunschwäche und somit früher oder später zu Krankheiten oder zum Verlust vn Motivation.

Pulsmesser

Schraubt zuerst mal die Dauer bzw. die Länge eurer Touren hoch. Das heißt nehmt euch Zeit und fahrt schöne lange aber dennoch nicht übermäßig schnelle Touren. An eurer Geschwindigkeit könnt ihr später immer noch arbeiten. Ein Pulsmesser (Herzfrequenzgurt) würde ich euch ebenfalls empfehlen damit ihr euch nicht übernehmt. Fahrt ihr direkt permanent im Bereich von 160 - 180, dann ist euer Training zu intensiv. Das bedeutet auch wieder längere Erholungsphasen.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass ich bei einer Herzfrequenz von 130 sehr effizient unterwegs bin. Das heißt ich kann lange bei einer ordentlichen Geschwindigkeit fahren. Allerdings ist die Herzfrequenz sehr individuell, da müsst ihr euch ggf. rantasten.

Einige Ratgeber nennen auch immer den Kalorienverbrauch pro Stunde beim Radfahren, also z.B.: "200 oder 300 kcal pro Stunde". Das lässt sich jedoch aus meiner Sicht pauschal jedoch nicht beantworten. Dies ist extrem Abhängig von der Intensität. Entscheidend sind auch der gefahrene Gang und eure Trittfrequenz.

Wie viele Kilos kann man durch Radfahren verlieren?

Fahrrad in der Natur

Das kann man pauschal nicht sagen. Allerdings sollte es auf Dauer nicht mehr als 3 Kilogramm pro Monat sein. Am Anfang kann man durchaus ein paar Kilos mehr verlieren. Wenn ihr zu viel verliert, dann könnte das einen Jojo-Effekt unterstützen. Also sowohl das Training als auch die Ernährung sollten sich in einem gesunden Rahmen bewegen.

Überwindung und Durchhaltevermögen

Wenn man das Fahrrad wirklich ernsthaft öfter benutzen möchte oder es sogar komplett in den Alltag integrieren will, dann kostet das auch oft Überwindung. Gerade am Anfang fällt es dann doch schwer jeden Tag aufzusteigen.

Regnet es, dann benötigt man nochmal mehr Überwindung. Ich bin jedoch überzeugt, dass wenn man sich auf das Fahrrad einlässt, dann hat man das effizienteste Verkehrsmittel was es gibt. Effizient im Sinne von den Kosten, dem Aufwand und von der Fortbewegungsgeschwindigkeit. Das heißt, dranbleiben lohnt sich in meinen Augen.

Anmerkung: Ihr dürft euch jedoch auch nicht quälen. Unter Umständen braucht euer Körper Erholung. Wenn also morgens die Beine wehtun, dann verzichtet auf eine extra Runde. Verwechselt nicht Erholungsbedarf mit Überwindung.

Was brauche ich zum Radfahren?

Um mit dem Radeln zu beginnen braucht es nicht viel:

  • Ein Fahrrad natürlich! Abgesehen davon nicht viel. Ich halte nichts davon, dass man sich direkt mit Fahrradklamotten wie Trikots und Hosen eindecken muss. Man kann auch mit bequemer Alltagskleidung fahren. Ich selbst fahre sehr selten mit Trikot und Radhose. Meist trage ich einfache Kleidung.
  • Handschuhe benutze ich persönlich nur wenn mir kalt ist. Das heißt ich nutze auch keine Halbfinger Fahrradhandschuhe. Auch nicht bei langen Touren.
  • Einen Helm benutze ich ebenfalls. Allerdings aus reiner Gewohnheit, als Vorbild für meine Kinder und weil ich im Falle eines Unfalls hoffe, dass der Helm mich besser schützen kann. Es besteht keine Helmpflicht.
  • Eine Brille ist auch häufig sinnvoll. Gerade im Sommer wegen herumfliegender Insekten und im Winter wegen kalter Luft.

Beschwerden beim Radfahren

Wie oben schon angemerkt kann es manchmal zu unerwünschten Beschwerden nach dem Radfahren kommen. Einige liegen an einem nicht korrekt eingestellten Fahrrad. Andere liegen daran, dass der Körper erst an das Radfahren gewöhnt werden muss. In seltenen Fällen auch daran, dass euer Fahrrad einfach nicht zu eurem Körper passt.

  • Tun eure Knie weh? Meist ist hier die Ursache beim Sattel zu suchen. 
  • Tut euer Po weh? Beobachtet das, euer Körper sollte sich an das Radfahren gewöhnen. Falls nicht, dann ist der Sattel einfach nicht der richtige. Viele Leute neigen dazu einen sehr weichen Sattel zu nutzen. Meine Erfahrung ist, dass man mit einem sportlicheren / härteren Sattel auf Dauer besser fährt.
  • Sind eure Hände oder Handgelenke eingeschlafen bzw. schmerzen diese? Dies liegt meist an einer falschen Griffhaltung, d.h. ihr haltet euch falsch am Lenker fest. Ergonomische Fahrradgriffe helfen hier, wenn sie korrekt montiert sind.
Wenn die Beschwerden beim Radfahren weiterhin auftreten, dann kann ich ein professionelles Bike-Fitting empfehlen. Hier wird das Fahrrad für euren Körper eingestellt. Spätestens jetzt wird der Bike-Fitter auch sehen, dass euer gewähltes Fahrrad für euch ungeeignet ist (zu groß oder zu klein). 

Outdoor vs. Indoor Bike / Heimtrainer?

Ist ein Heimtrainer, Spinning Bike, Ergometer oder auch ein Rollentrainer ein gleichwertiger Ersatz für das Rad fahren draußen in der Natur? Grundsätzlich könnt ihr auch innen genauso trainieren. Die Antwort lautet also Ja!
Ich persönlich bin aber eher der Freund vom Outdoor-Training. Ich mag es einfach an der frischen Luft zu sein. Dennoch gibt es durchaus Argumente für das Training drinnen.

Rollentrainer

Zum einen kann nicht jeder sein Fahrrad so in den Alltag integrieren, dass man wirklich täglich fährt. Oder man hat nicht die geeignete Kleidung oder auch Lust bei Eis und Schnee draußen zu trainieren. In dem Fall bietet sich ein Indoor-Bike an.

Allerdings ist reines Indoor-Training auf Dauer sehr eintönig und langweilig. Unter Umständen werdet ihr da nicht lange "dran bleiben". Serien und Filme auf Netflix und Co können nun sehr sinnvoll sein. 

Aufzeichnen der Trainings

Als Tipp kann ich noch mitgeben, dass es sinnvoll ist die eigenen Trainings mit einem Smartphone oder einer Smartwatch aufzuzeichnen. Das gibt Motivation und kann neue Anreize geben. Bei Strava  - einem sozialen Netzwerk für Sportler - gibt es regelmäßige Herrausforderungen. Besteht man eine, dann erhält man virtuelle Abzeichen im eigenen Profil.
Darüber hinaus kann man besser die eigenen Fortschritte überwachen. Das kann die Motivationauch über einen langen Zeitraum gewährleisten.

Andere Sportarten neben dem Rad fahren?

Man kann den Trainingseffekt erhöhen in dem man zusätzlich zum Fahrrad weitere Aktivitäten durchführt. Ideal sind Kraftsport oder Schwimmen. Man kann aber auch viel durch regelmäßige Grundübungen wie Crunches, Liegestütze und ähnliche viel erreichen.

Ich nutze gelegentlich - neben dem Fahrrad - mein Rudergerät. Beim Rudern werden recht viele Muskeln im Körper beansprucht. Das ist dann ein gesunder Ausgleich zum Rad fahren.

Ernährung

Darüber hinaus war es so, dass ich meine ganze Ernährung hinterfragt und umgestellt habe. Meine Ernährung bis dahin bestand aus viel Fast Food, Abends manchmal knabbern und gelegentlich Alkohol. Alkohol ist übrigens tödlich in einer Diät. Was habe ich also getan um meine Ernährung zu ändern?

Ich habe angefangen mein Essen zu tracken. Ich habe dazu eine App - MyFitnessPal - als Ernährungstagebuch verwendet, es gibt auch andere Alternativen. Allerdings unterstützt MyFitnessPal den Abgleich der Daten mit Garmin Connect.
In der App habe ich meine ganze Ernährung erfasst. Die App lässt sich so konfigurieren, dass mir mein täglicher Kalorienbedarf berechnet wird, aufgrund meiner Einstellungen - beispielsweise mein Gewicht, mein Zielgewicht und wie viel ich pro Monat abnehmen möchte. Das ist sehr praktisch und erhöht aus meiner Sicht die Erfolgsaussichten.

Was ich konkret bei der Ernährung geändert habe

Reiskocher

Wie oben bereits angesprochen habe ich meine Ernährung hinterfragt und geändert. Ich habe nun angefangen mich bewusster zu ernähren. Das heißt weniger Kohlenhydrate und mehr Eiweiß. Ich verfolge dabei keine spezielle Diät, sondern habe vielmehr meine Ernährung dauerhaft umgestellt. 

Ich reduzierte Abends weitgehend kohlenhydratreiche Beilagen und Zutaten wie Brot und Nudeln. Ganz ohne Kohlenhydrate geht es bei mir allerdings nicht. Wenn ich welche esse, dann eben weniger als vorher. 
Ich ernähre mich vorwiegend von Gemüse, helles Fleisch und viel Fisch (das habe ich jedoch schon immer getan). Zum Frühstück esse ich seit einigen Monaten gar nichts mehr oder nur in sehr seltenen Fällen. Naschen oder Knabbern mache ich praktisch gar nicht, abgesehen von selbstgebastelten Keksen in der Weihnachtszeit.

Ich beschränke mich dabei auf 2 Mahlzeiten am Tag. In der Mittagspause esse meine erste Mahlzeit. Das Abendessen mit meinen Kindern um ungefähr 18 Uhr ist meine letzte Mahlzeit. Überraschenderweise habe ich quasi nie irgendwelche Heißhungerattacken. Die ersten zwei Wochen waren anstrengend, weil der Körper an den neuen Rythmus gewöhnt werden muss. 

Beispieltag für die Ernährung:

12:00-13:00 Uhr - Gemüsereis mit Hähnchenbrust, ein Eiweiß Sandwich oder Rührei Thunfisch

17:30-18:30 Uhr - Low Carb Bauerntopf oder Kasseler mit Sauerkraut und einigen Pellkartoffeln

Wie viel habe ich abgenommen?

Waage

Im ersten Corona Lockdown habe ich leider relativ viel zugenommen. Das lag vor allem daran, dass ich quasi null Zeit hatte zum Radfahren oder andere Sportarten. Anschließend habe ich beschlossen das ich (zum wiederholten Mal) neu Anfangen will. Wie gesagt, Fahrrad bin ich immer viel gefahren, aber nun habe ich zum ersten Mal auch meine Ernährung hinterfragt.

Seit dem Frühstücke ich nicht mehr und verzichte weitgehend (nicht komplett) auf Alkohol und Knabberzeug. Warum verzichte ich aufs Frühstück? Nun ja, es ist mir noch nie schwergefallen sehr später oder gar nicht zu frühstücken. Daher habe ich beschlossen dies Testweise wegzulassen.

Im Grunde genommen mache ich seit dem Intervallfasten. Auf diese Weise habe ich 18 Kilogramm abgenommen (97 kg auf 79 kg). Ich bin zuversichtlich das ich mein Ziel von 75 Kilogramm bald erreichen kann.

Fazit

Ja man kann durch Fahrrad fahren abnehmen. Es gehört aber aus meiner Sicht mehr als nur Sport dazu. Zum einen muss man wirklich regelmäßig fahren und zum anderen sollte man auch prüfen ob die eigene Ernährung wirklich gesund ist.
Bei mir hat erst eine grundlegende Umstellung der Ernährung geholfen, so dass ich wirklich nachhaltig Gewicht verliere. Ansonsten ist es jedoch so, dass das Fahrrad in meinem Alltag schon länger eine große Rolle spielt. Ich fahre fast täglich Fahrrad, unabhängig vom Wetter. Auch im Winter erledige ich alltägliche Aufgaben mit dem Fahrrad. In wärmeren Jahreszeiten mache ich lange Ausflüge mit dem Fahrrad. Ich fahre ohne Probleme Touren über 100 Kilometer. Was will ich damit sagen?

Ich glaube, wenn man einmal pro Monat mit dem Fahrrad am Sonntag seine Brötchen holt, dann ist das nicht ausreichend um wirklich Gewicht zu verlieren. Es ist ein wenig Engagement notwenidg, dazu noch Fleiß und der Wille sich selbst zu ändern. Am Ende des Tages ist die Kalorienbilanz im Körper entscheidend.

Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr mit dem Fahrrad fahren ebenfalls Gewicht verloren? Habt ihr vielleicht weitere Tipps?

11 Januar 2021

Radfahren im Herbst & Winter - Erfahrungen und Tipps - Pendler & Sportler


Als Ganzjahresradler pendelt man logischerweise auch im Winter mit dem Rad. Andererseits wollen auch gerade Sportler im Winter nicht die eigene Fitness verlieren. Wenn man dann nicht gleich nach einer Woche erkältet im Bett liegen oder entnervt aufgeben möchte, sollte man sich etwas einfallen lassen. Ich habe aufgrund meiner Erfahrung der letzten Jahre einige Tipps für das Fahren in der dunklen Jahreszeit zusammengestellt.

Fuji Touring - Pendeln im Winter

Dieser Artikel richtet sich primär an Radpendler die ganzjährig unterwegs sind bzw. unterwegs sein wollen. Für Sportler ist er aber sicher auch interessant, weil sich viele Empfehlungen gleichen. Ich für meinen Teil beschränke meine Fahrten im Winter auf das notwendigste: Einkaufen, Pendeln und Kinder herum fahren. Sport mache ich dann auf dem Rollentrainer oder auf dem Rudergerät.

Meine Tipps in kurzer Form:

  • Zwiebelprinzip: am besten 3 Kleidungsschichten tragen
  • Helm(unter)mütze tragen
  • Handschuhe: auch Lauf- oder Arbeitshandschuhe sind sinnvoll
  • Tragt dicke, warme Socken und sorgt immer für Bewegungsfreiheit im Schuh, dadurch wird eine gesunde Durchblutung gefördert.
  • Winterschuhe ideal, ansonsten auf Überschuhe zurückgreifen
  • Im Winter mit etwas weniger Luftdruck fahren
  • Unbedingt Schutzbleche nutzen
  • Sorgt immer für eine funktionierende Beleuchtung
  • Fahrt lieber etwas langsamer und vorsichtiger
  • verzichtet auf Rekordjagden
  • Reinigt und pflegt euer Fahrrad im Winter häufiger, insbesondere nach Salzkontakt

Die Kunst nicht zu frieren, aber auch nicht zu schwitzen.

Grundsätzlich ist es besser mehrere dünne Schichten anzuziehen als eine dicke Jacke. (Zwiebelprinzip

1.) Mehrere Schichten isolieren und schützen euch insgesamt besser als eine dicke. Das liegt daran, dass sich zwischen den Schichten kleine Luftpolster bilden. So kann auch mit recht dünner und leichter Kleidung eine gute Wärmewirkung erreicht werden.

2.) Wird euch zu warm, dann könnt ihr Sachen ausziehen. Habt ihr lediglich eine Dicke Skijacke und darunter lediglich ein T-Shirt (sehr überspitzt dargestellt), dann könnt ihr nicht im Falle von Schweißbildung die Jacke entfernen. Also: Mehr dünne Sachen übereinander anziehen.

Schneebedeckte Straße

Wichtig ist, dass eure erste Schicht besonders atumungsaktiv ist und am besten dicht am Körper anliegt. Dafür eignet sich Kleidung aus Merino-Wolle. Merinowolle ist bei wechselhaften Temperaturen wirklich toll. Es hält warm, ist atmungsaktiv und schnelltrocknend. Auch nassgeschwitzt wärmt Merino. Es eignet sich daher insbesondere im Herbst und Winter als Kleidung unter der äußersten Schicht. Der Nachteil von Merino ist, dass es sich kratzig auf der Haut anfühlt, außerdem ist Kleidung aus Merinowolle vergleichsweise recht teuer.

Die mittlere Schicht soll isolieren und besteht daher aus Fleece oder einem Langarm-Trikot. Diese Schicht soll euch wärmen und Feuchtigkeit transportieren. Die mittlere Schicht könnt ihr unter umständen (je nach Wetter) nochmal aufteilen.

Die letzte Schicht schützt euch direkt vor Wind und Wetter. Hier ist je nach Anforderung eine Softshelljacke oder eine gute Regenjacke empfehlenswert. Ich fahre nur noch mit Softshelljacken, weil diese guten Schutz vor Wind bieten und auch bei Regen nicht sofort versagen. Ich wähle dabei eine mit einer ordentlichen Wassersäule und fahre damit gut.
Billige Regenjacken sollte man mit Vorsicht genießen. Diese sind zwar meist Regendicht, aber auch nicht Atmungsaktiv. Das heißt die Feuchtigkeit aus dem Schweiß kann nicht abtransportiert werden und es kann zu erhöhter Schweißbildung kommen.

Das Zwiebelprinzip ist übrigens nicht nur am Oberkörper möglich, sondern auch mit Hosen, Handschuhen und sogar Socken.

Schicht 1 (Unterwäsche): Enganliegend und aus einem Atmungsaktiven Material, beispielsweise Merino.

Schicht 2: Langarmtrikot oder dünne Fleece-Jacke.

Schicht 3: Wetterfeste Jacke. (zB Softshell mit guter Wassersäule)

Kopf

Da ich eigentlich immer mit Helm fahre brauche ich im Winter eine Mütze die auch unter den Fahrradhelm passt. Es gibt spezielle Helm(unter)mützen. Diese sind oft aus einer Art Softshell-Material (oder ähnlichem) und sind recht günstig zu bekommen. Diese funktionieren ganz gut. Alternativ kann man eine Dünne Laufmütze nutzen.
Meist nutze ich eine dünne Mütze aus Merinowolle, welche ich vor einiger Zeit günstig bei Decathlon erwerben konnte. Diese passt noch gerade so unter den Helm und hält warm. 

Außerdem sollte man auch als Nichtbrillenträger bei Kälte eine Brille tragen. Bei Kälte können die Augen empfindlich reagieren und es kommt zu Tränenbildung. Das kann die Sicht beeinträchtigen. Damit meine ich nicht unbedingt eine Sonnenbrille oder eine spezielle teure Sportbrille. Häufig gibt es auch günstige Arbeitsbrillen die nicht zu übel aussehen und die keine Tönung besitzen.
Alternativ bietet sich ein Helm mit Visier an, das habe ich jedoch noch nicht selbst getestet.

Im Winter nutze ich außerdem permanent mein Helm-Regenüberzug. Dieser erhöht die Sichtbarkeit und hält Schnee und Regen optimal ab.

Wenn ihr im Winter auf den Helm verzichtet oder sowieso nie einen Helm tragt, dann seid natürlich flexibler und könnt richtig dicke Mützen überziehen.

Hände (Handschuhe)

Handschuhe

Handschuhe sind ein sehr wichtiges Thema. Ab bestimmten Temperaturen ist es sehr unangenehm (bis schmerzhaft) mit ungeschützten Händen zu fahren und dann werden Handschuhe notwendig. Damit meine ich wirklich Langfinger-Handschuhe und keine klassischen Fahrradhandschuhe. Diese Temperatur-Grenze ist bei jedem irgendwie anders. Bei mir sind es ungefähr 6 grad Celsius. Ab bzw. unter dieser Temperatur brauche ich Handschuhe. Erst dünne und umso kälter es wird immer dickere. Handschuhe von den großen Marken (zB Gore Wear) sind häufig teuer, aber auch gut. Es gibt einige Budgetlösungen. Ich nutze beispielsweise abwechselnd dünne Laufhandschuhe von Tchibo und auch Fahrradwinterhandschuhe von Decathlon. Diese sind meist aus einer Art Softshell- oder Funktionsstoff gefertigt. Wenn es richtig kalt oder windig wird, dann trage ich auch häufig zwei Paar Handschuhe übereinander. (Zwiebelprinzip)

Erlaubt ist eigentlich alles, solange man noch Bremsen und Schalten kann, auch Lederhandschuhe. Achtet nur darauf, dass die Handschuhe schön griffig sind und nicht abrutschen. Reflektoren erhöhen zudem eure Sichtbarkeit.

Budget-Tipp Handschuhe:
Hilfreich sind, wenn man Geld sparen möchte, Winter-Arbeitshandschuhe für Handwerker. Diese gibt es von vielen Herstellern auch als wetterfeste Version. Die Handinnenseite ist meist gummiert, so dass auch ein abrutschen verhindert werden kann. Was auf der Baustelle bei Wind und Wetter funktioniert, das funktioniert auch auf dem Fahrrad. Wichtig ist, dass man Daumen und Zeigefinger ordentlich bewegen kann, damit Bremsen und Schalten kein Problem ist. Der einzige Nachteil sind die merkwürdigen Designs und die oft fehlenden Reflektoren.

Füße (Schuhe & Socken)

Überschuhe von Vaude

Das Thema Füße ist genauso interessant wie das Thema Hände. Interessant ist insbesondere, dass Füße beim Radfahren extrem schnell abkühlen. Im Winter können natürlich normale Winterschuhe genutzt werden, also keine Fahrradschuhe. Dann muss man jedoch die Pedale am Fahrrad wechseln oder fährt so wie ich, generell mit Kombipedalen.

Winterschuhe - Adidas

Da ich mir bisher keine speziellen Fahrrad-Winterschuhe leisten wollte nutze ich auch im Winter meine Alltagsfahrradschuhe von Shimano (SPD-System). Dies ist jedoch zeitweise bei unter 5 Grad Außentemperatur sehr kalt. Ich habe in den letzten Jahren unterschiedlichste Dinge und Hausmittel ausprobiert.
Wirklich geholfen hat bisher nur die Verwendung von guten dicken Merinosocken oder zwei paar dünnen (!) Socken in Kombination mit Überschuhen. Diese kann ich dann auch bis -4 Grad fahren. (Kälter wurde es bei uns seitdem ich dieses Setup teste)

Vaude Überschuhe

Für die Überschuhe habe ich mich für Modelle von Vaude entschieden. Es gibt unterschiedliche Modelle je nach Temperatur. Die meisten sind zumindest Winddicht und Wasserabweisend. Ich habe mich für die Vaude Überschuhe Pallas III entschieden. Diese halten Warm und meine Füße sind immer trocken. Für Klickpedale ist übrigens extra eine Öffnung an der Unterseite.

Zehenwärmer

Was allerdings im Winter für mich nicht so ideal funktioniert hat sind sogenannte Zehenwärmer. Dort wird ein kurzer Softshell-Schutz über die Zehenregion gesteckt. Dieser Zehenwärmer schützt nicht nur die Zehen, sondern auch einen Teil des Fußrückens. Leider reicht dieser Schutz im Winter nicht aus. Im Herbst funktioniert dies noch, wenn es nicht zu kalt ist. Die Zehenwärmer haben ebenfalls eine Öffnung für die Klickpedale.

Beachtet: Wenn ihr mehrere Socken tragt, dann sorgt dafür, dass eure Füße genug Platz zum Bewegen haben. Ansonsten kann es zu Durchblutungsproblemen kommen und eure Füße frieren noch schneller.

Wenn ihr eure Füße absolut nicht warm bekommt, dann hilft häufig eine kurze Pause und einige Meter zu Fuß laufen. das regt die Durchblutung an. Anschließend könnt ihr wieder weiter fahren.

Kleidung (Jacke & Hose)

Im Winter verzichte ich häufig auf spezielle Radkleidung. Ich greife dann auf Wander- , Trekking- auf auch Lauf-Sachen zurück. Diese halten warm und sind oft atmungsaktiv. Bei Jacken sollte man immer schauen, dass diese in der Rückengegend lang genug sind. Häufig sind diese einfach zu kurz und bieten nicht ausreichend Schutz gegen Kälte und Wind im Rückenbereich.

Wenn die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen und ich mehr als 10 Kilometer Strecke fahre, dann ziehe ich lange Unterhosen unter meine normale Hose. Ich nutze dazu ebenfalls keine speziellen Radsachen.

Wenn es bei Kälte zu Knieproblemen kommt, dann helfen auch Kniebandagen bzw. Knieschoner. diese geben den Knieen etwas mehr Schutz und das ist oft entscheidend.

Bereifung & Luftdruck

Mein genereller Tipp ab Herbst lautet, lieber etwas weniger Luftdruck auf die Reifen machen, aber auch wirklich nur etwas weniger. Auf diese Weise habe ich das Gefühl, das Fahrrad rollt zwar nicht ganz so schnell, aber es fühlt sich etwas griffiger an. Ich fahre auch im Winter mit dem Continental Grand Prix 4 Season (32mm Version), der Reifen ist eigentlich in beinahe jeder Lebenslage zuverlässig und kann auch problemlos mit etwas weniger Druck als angegeben gefahren werden.  Meine Frau fährt ganzjährig den Schwalbe Marathon Supreme. Auch dieser Reifen ist grundsolide, ich habe ihn bis vor einigen Jahren selbst ganzjährig gefahren. Der Marathon Supreme ist aber spürbar schneller rutschig im Herbst. Der Pannenschutz ist bei beiden Reifen ausgezeichnet.

Bei Glatteis hilft kein Fahrrad-Reifen der Welt. Dann sollte man wählen, auf das Fahrradfahren zu verzichten oder einen echten Winterreifen mit Spikes aufzuziehen. Spikereifen machen keinen Spaß und rollen nie gut. Auf Aspahlt braucht ihr dann auch keine Klingel mehr, weil diese so laut sind, dass euch jeder früh genug hört. Bei von Eis bedeckter Fahrbahn sind diese Reifen jedoch euer einziges Mittel.

Schutzbleche


Fahren im Winter

In den trockenen und warmen Monaten fahre ich hauptsächlich ohne montierte Schutzbleche. Der Herbst bei matschigen Verhältnissen oder der Winter bei Salzeinsatz kann extrem schädlich für die Teile im Antrieb sein. Das gilt insbesondere für die Kette, die Kassette und für die Schaltröllchen. Ohne Schutzbleche wird der Dreck des Vorderrads direkt an diese Komponenten gespritzt. Eure Kleidung und euer Gepäck sind natürlich auch betroffen.
Ich habe mir daher angewöhnt ab Herbst Schutzbleche zu montieren. Am Fuji Touring nutze ich dazu die SKS Raceblade XL. Diese können flexibel montiert werden und sind sehr praktisch. Allerdings sind sie nicht so gut wie fest verbaute Bleche wie die Bluemels von SKS.

Einfache Mudguards/Spritzschutzpappe die mit Kabelbindern befestigt wird, ist sicher besser als gar nichts, aber aus meiner Sicht nicht ausreichend.

Beleuchtung

Fahrradbeleuchtung ist eigentlich selbstvertsändlich für jeden Alltagsradler, aber in den dunklen Jahreszeiten besonders wichtig. Daher möchte ich hier nochmal genau darauf eingehen. Ihr solltet ab Herbst eigentlich immer eine zuverlässige - und auch gute - Beleuchtung an eurem Fahrrad sicherstellen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Entweder eine permanente Beleuchtung mit Nabendynamo oder Akku-Fahrradlichter. Mit dem Unterschied habe ich mich in dem Artikel Nabendynamo vs Akku genau beschäftigt.

Kontrolliert vor der Fahrt eure Beleuchtung im Zweifel ladet diese am Vorabend. Im Winter etabliert sich schnell ein Ablauf. Wenn ihr Lampen nutzt die nur geringe Laufzeiten haben, das betrifft meist das Vorderlicht, dann habt im Zweifel Ersatz oder eine USB-Powerbank dabei (vorausgesetzt eure Lampe ist via USB aufladbar).

Fahrweise anpassen - Keine Rekordjagden

Bei schlechten Sicht- und Straßenverhältnissen solltet ihr die Jagd nach neuen Segmentrekorden (KOMs) lieber lassen. Fahrt lieber etwas ruhiger. Nasses Laub ist tückisch, weil es verdammt glitschig sein kann. Also fahrt lieber sehr vorsichtig. Oft verstecken sich unter dem Laub auch Äste, oder andere harte Gegenstände. Auch Schnee kann gefährlich werden. Der Schnee selbst vielleicht nicht, aber ihr wisst nicht ob darunter eine Eisschicht ist. Oft macht schnelles Fahren bei Kälte auch nicht wirklich Spaß. 


Fahrweise anpassen im Winter

Wenn ihr immer eure Hinterradbremse nutzt, dann wird es spätestens im Winter Zeit dies zu ändern. Bei Glätte kommt es deutlich schneller zu einem blockierenden Hinterrad. Die Vorderradbremse ist deutlich effizienter und kräftiger. Dadurch kann es bei zu heftigem Einsatz der Bremse natürlich zu einem Überschlag kommen, aber da muss man sich einfach rantasten. Der Bremsweg der vorderen Bremse ist kürzer und das Risiko eines wegrutschenden Rades ist geringer. Im Zweifel können auch beide Bremsen benutzt werden. Dann müsst ihr natürlich feiner dosieren.

Felgenbremsen / Scheibenbremsen

Ja, normalerweise eine Glaubensfrage, aber im Wintereinsatz habe ich einen eindeutigen Favoriten. Fahrräder mit Scheibenbremsen sind hier eindeutig im Vorteil. Nicht nur die sowieso bessere Bremswirkung sind von Vorteil - auch die Tatsache, dass Scheibenbremsen nicht mit Salz und Eis in Kontakt kommen sind natürlich pro Disc-Brake. Im Extremfall kommt es bei Felgenbremsen zu vereisten Bremsflanken, dadurch könnte die Bremsleistung extrem beeinflusst werden. Da hilft dann nur noch behutsames Fahren. 
Mangels Alternativen fahre ich mit Fuji Touring dennoch im Winter und dieses hat bekanntlich Mini V-Brakes. Es geht also auch mit Felgenbremsen, wenn man den dies bei der Fahrt beachtet.

Egal welche Bremsen ihr nutzt. Bremst immer etwas behutsamer. Die Straßen und Wege können tückisch sein. Fahrt auch immer vorsichtig an anderen Radfahrern oder Fußgängern vorbei. Diese könnten überrascht sein und wegrutschen. Im Winter solltet ihr lieber noch ein wenig rücksichtsvoller sein.

Reinigung und Pflege vom Fahrrad (Salz)

Wenn ihr regelmäßig über gestreute Straßen und Radwege fahrt, dann braucht euer Fahrrad besonders viel Pflege und das bedeutend öfter als im Sommer. Bei langen Fahrten führe ich die Prüfung im Winter täglich durch. Das Salz greift euer Fahrrad an und es kommt zu Korrosion. Ich empfehle, dass Fahrrad nach Salzkontakt mit klarem Wasser abzuspülen und zu trocknen, optimalerweise ist das Wasser warm. Ihr solltet das Fahrrad jedoch nicht bei Minustemperaturen im Freien trocknen lassen, dies könnte bei eurem Fahrrad noch mehr Schaden verursachen.
Außerdem solltet ihr immer für eine saubere und gut geschmierte Kette sorgen. Hier hilft nicht nur Wasser, sondern die Kette muss gut geschmiert durch den Antrieb laufen.

Weitere Informationen zum Thema Fahrradflege in meinem entsprechenden Artikel.

Materialwahl bei der Kleidung

Wie immer gilt es gibt sehr gute Markensachen von Gore, Vaude und ähnlichen Herstellern. Diese Sachen sind wirklich gut. Im Winter macht es meiner Meinung durchaus Sinn darüber nachzudenken. Bedenkt allerdings den Preis. Fahrt ihr lediglich maximal 5 Kilometer ins Büro, dann tut es auch eine günstige Jacke und ein Trikot vom Discounter oder Decathlon.

Trinken / Durst

Auf längeren Touren solltet ihr auch im Winter nicht vergessen ausreichend zu trinken. Bei kalten Temperaturen vergisst man dies leider schnell. Bei Minustemperaturen empfehle ich daher keine einfachen Kunststofftrinkflaschen. Die Getränke könnten schnell einfrieren. Empfehlenswert sind isolierende Trinkflaschen. Als Füllung bevorzuge ich immer warmen (nicht heißen!) Tee. 

Meine Empfehlung: Edelstahl-Trinkflasche mit Thermofunktion

Schlusswort

Fahrrad im Winter

Zieht euch warm, aber dennoch beweglich an und fahrt vorsichtig. Nehmt Rücksicht. Pflegt euer Material ordentlich. Lernt euch und eure Fähigkeiten einzuschätzen. Ist es glatt oder sehr kalt, dann verzichtet im Zweifel auf die Fahrt. Völlig egal wie gerne ich Fahrrad fahrt. Geht auf die Rolle oder geht laufen.

Allen eine angenehme und sichere Fahrt!

16 Dezember 2020

Indoor Cycling: Rollentrainer Leitfaden mit dem Elite Qubo Fluid


Ich habe mir für diesen Winter - so wie viele andere - ebenfalls einen Rollentrainer angeschafft. Ich würde mich zwar als Ganzjahresradler bezeichnen, aber dennoch beschränken sich die Fahrten im Winter aufgrund vom Wetter und der Dunkelheit auf das wesentliche, wie Erledigungen, Kinder chauffieren, Fahrten von A nach B usw. Der Sport und die Fitness kamen dabei in den letzten Jahren eindeutig zu kurz. Das heißt ich möchte auch im Winter wetterunabhängig trainieren können.

Indoor Trainer Qubo Fluid

In diesem Jahr war es aufgrund von Corona schon fast ein Glücksspiel an Fitnessgeräte, insbesondere Rollentrainer fürs Indoor Cycling, zu kommen. Dennoch konnte ich glücklicherweise einen Elite Qubo Fluid bestellen. Diesen benutze ich nun seit einigen Wochen. Das ist grundsätzlich meine erste Erfahrung mit einem Rollentrainer. 

Viele Dinge wusste ich vorher nicht und musste Sie erst durch Recherche und stundenlangem Einsatz von Google lernen. In meinem Fall hatte ich auch ein spezielles ungewöhnliches Setup im Auge. Ich wollte ein Fahrrad mit Nabenschaltung fürs Indoor Cycling verwenden. Mir war Anfangs nicht klar das dies eher schwierig ist, weil meine Wahl ziemlich exotisch ist.
Um anderen bei der Kaufentscheidung helfen zu können habe ich hierzu folgenden Artikel verfasst. 

Der Artikel ist etwas länger geworden. Ich habe ihn in zwei Teile gegliedert. Im ersten geht es allgemein um das Thema Rollentrainer. Das heißt ich werde die unterschiedlichen Arten von Indoor-Rollentrainern erklären und vergleichen. Im zweiten dann speziell um den Qubo Fluid und um den Sensor Misuro B+ in Kombination mit dem Smartphone bzw. einem Garmin Edge 530.
Zusätzlich gehe ich auf meine Erfahrung seitdem ein und gebe einige Tipps. 

Kurzfassung / Agenda:

Da der Artikel recht lang geworden ist hier eine Kurzfassung was euch erwartet, wenn euch ein Thema speziell interessiert, dann könnt ihr mit einem klick direkt an die Stelle des Artikels springen:

  • Es gibt drei Arten / Bauformen von Rollentrainern
    • freie Rolle
      • Das Fahrrad wird nicht fixiert, daher muss der Fahrer permanent das Gleichgewicht halten.
      • Für geeübte, geschickte Fahrer.
      • Jede Art von Fahrrad geeignet unabhängig von Laufradgröße (Radstand beachten) und Schaltungsart
      • Gibt es ohne Widerstand, mit Widerstand oder mit smarter Widerstandssteuerung (Smart Trainer)
    • feste Rolle / Wheel On:
      • Hinterrad wird im Trainer fixiert
      • Fahrrad kann nicht umfallen, kein halten des Gleichgewichts notwendig
      • Einstiegsmodelle ab 150 bis 200 Euro
      • Meiner Meinung für "Indoor Cycling" Einsteiger die beste Lösung
      • erhöhter Reifenverschleiß
      • Nur für bestimmte Laufradgrößen geeignet
      • Gewöhnlich sind Schnellspann-Achsen oder Steckachsen
      • Laufräder mit Vollachse bei einigen Modellen nicht möglich, daher eingeschränkte Nutzung bei Single Speed oder Getriebenabe
      • Hohe Belastung auf den Rahmen im Wiegetritt (Achtung bei Carbonrahmen)
      • Gibt es mit verschiedenen Widerstandsarten und auch als Smart Trainer
    • Direktantrieb / Wheel Off:
      • Das Fahrrad wird ohne Hinterrad in den Trainer fixiert
      • Dadurch kein Reifenverschleiß
      • Weniger Lautstärke beim Training
      • Sind in der Regel immer Smart und "Zwift"-Fähig
  • Zwift
    • Für Zwift ist nicht zwingend ein teurer Smart Trainer notwendig
    • Es reichen normale ANT+ / Bluetooth Sensoren für Geschwindigkeit (zwingend), Trittfrequenz (sinnvoll), Herfrequenz (sinnvoll) und Leistung (sinnvoll)
    • Zusätzlich wird ein kompatibler PC / Tablet benötigt und eine aktive (kostenpflichtige) Mitgliedschaft bei Zwift
  • Fahrrad mit Nabenschaltung beim Indoor Cycling
    • Vollachse / Radmuttern sind problemlos nur auf der freien Rolle möglich
    • auf der festen Rolle braucht man ein wenig Glück:
      • Für Tacx-Trainer gibt es kompatible Radmuttern
      • Der Elite Qubo Fluid ist kompatibel mit Standard Nexus Muttern, d.h. das Hinterrad lässt sich ohne Spiel einspannen
      • vermutlich funktionieren alle Elite Wheel On Modelle, obwohl es nicht offiziell unterstützt wird.
  • Datenerfassung der Trainings
    • Einrichtung von Garmin oder ähnlichen GPS-Fahrradcomputern
    • Bei WheelOn Trainern mit Geschwindigkeitssensoren muss der korrekte Radumfang der Rolle (!) eingestellt werden. (nicht vom Hinterrad, wie üblich)
    • Bei Sensoren am Fahrrad muss der Radumfang vom Hinterrad eingestellt werden. 
  • Elite Qubo Fluid - Rollentrainer
    • Eindruck
    • Erfahrung & Tipps
  • Nützliches Zubehör
    • Was ist sinnvoll und auf was kann man verzichten?

Indoor Cycling Leitfaden und Kaufberatung

Warum Indoor Cycling?

Wie oben bereits beschrieben geht es mir darum Sport zu machen. Ich radel dafür keine speziellen Trainingspläne ab, sondern möchte einfach einige kurze straffe Workouts fahren. Meist ist das bei mir so zwischen 30 - 120 Minuten und von mittlerer bis hoher Intensität.
Um richtig ins schwitzen zu kommen reichen oft bereits 20 - 30 Minuten. Ab dann läuft der Schweiß gnadenlos.

Welche Art von Rollentrainern gibt es? Was ist am besten geeignet?

Es gibt unterschiedliche Arten von Rollentrainern. Die Trainer unterscheiden sich in der Funktionsweise, in der Ausstattung und oft natürlich auch preislich. Im folgenden will ich auf die Unterschiede eingehen. Es gibt diverse Vor- und auch Nachteile die für den ein oder anderen Möglicherweise relevant sind - oder eben nicht.

freie Rolle

freie Rolle
Quelle Wikipedia; Autor Alfred Grudszus

Die freie Rolle besteht auf einem ungefähr 50 cm breiten Gestell, in dem 3 Rollen laufen. Auf diesen Trainern werden die Fahrräder gestellt und man fährt wie auf der Straße. Dazu wird das Hinterrad zwischen den beiden hinteren Rollen gestellt und das Vorderrad kurz vor die vordere Rolle. Das Fahrrad wird dabei jedoch nicht fixiert, sondern ist frei beweglich. Das bedeutet, dass man wie auch auf der Straße selber das Gleichgewicht halten muss. Dafür kann man sehr gut an dem eigenen Tritt arbeiten.

Bei diesen Indoor-Trainern ist jedoch eindeutig Übung und Geschicklichkeit notwendig. Man muss die ganze Zeit hochkonzentriert sein, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Das Fahrrad neigt bei Bewegungen des Lenkers zu einem nervösen Handling. Das Fahrverhalten unterscheidet sich somit vom echten Fahren.

Indoor Trainer - freie Rolle
Quelle Wikipedia (Autor: Keanu)

Auf der freien Rolle kann man praktisch jedes Fahrrad nutzen. Sowohl die Laufradgröße, als auch die Art der Schaltung oder der Achsen spielt keine Rolle. Also kann man hier auch exotische Fahrräder wie Faltrader und Kompakträder verwenden. Allerdings gibt es Bauartbedingt Einschränkungen beim Radstand. Das bedeutet einige Fahrräder beispielsweise für Kleinkinder werden wohl kaum funktionieren.
Bei ganz einfachen Rollen gibt es häufig keinen Widerstand. Aber es gibt auch Rollen mit Widerstandseinheit und sogar richtig smarte freie Rollen.

Beispiel für eine freie Rolle: Elite Arion Mag (freie Rolle mit magnetischem Widerstand)

Feste Rolle - WheelOn Trainer

Bei der Festen Rolle bzw. WheelOn Trainern wird das Hinterrad an der Radachse eingespannt. Der Reifen liegt dann auf einer kleinen Rolle auf. Der Vorteil ist, hierbei ist das Fahrrad fixiert und kann nicht umfallen. Auch entspanntes lockeres vor sich hinradeln ist problemlos möglich. Man kann sehr gut abschalten. 

Tacx Boost (c) 	Garmin Deutschland GmbH
Tacx Boost | (c) Garmin Deutschland GmbH

Man nutzt in der Regel ein Fahrrad mit Kettenschaltung und Schnellspanner. Von den meisten Herstellen (der Rollentrainer) gibt es Adapter für Steckachsen. Von Tacx gibt es außerdem spezielle Radmuttern, falls man noch ein Fahrrad mit Vollachse nutzt.
Meist ist man auf bestimmte Laufradgrößen beschränkt. Elite bietet jedoch Unterstützung für 20" bis 28", damit sollte zumindest das meiste abgedeckt sein. Es gibt auch WheelOn-Trainer die intelligent den Widerstand steuern können. Diese sind jedoch meist etwas teurer.

Einen weiteren potentiellen Nachteil will ich nicht verschweigen. Insbesondere im Wiegetritt soll es auf der festen Rolle zu einer erhöhten Belastung des Rahmens kommen. Dies soll besonders für Carbon-Rahmen ein Problem sein. Ich kenne zwar keine betroffenen, aber es kann wohl zu Rahmenbrüchen kommen.

Meiner Meinung ist ein solider Wheel On Trainer (feste Rolle) für Einsteiger die beste Wahl. Man hat ein stabiles und günstiges System und eine recht hohe Auswahl an nutzbaren Fahrrädern.

Beispiel für eine feste Rolle / Wheel On Trainer: Meine Wahl Elite Qubo (Power) Fluid oder alternativ einen Rollentrainer mit magnetischem Antrieb wie den Tacx Flow Smart.

Rollentrainer mit Direktantrieb

Hierbei handelt es sich um die teuerste Art der Rollentrainer. Man bekommt in der Regel jedoch auch eine smarte Steuerung des Widerstands. Dazu wird das Hinterrad des Fahrrads ausgebaut und der Hinterbau des Fahrrads in den Trainer eingespannt. Das heißt der Trainer bildet quasi das Hinterrad. Die Kassette des Antriebs ist dabei mit dem Trainer verbunden. Vorteil bei diesen Trainern. Man hat keinen extra Reifenverschleiß. Die Laustärke ist geringer als bei den anderen Rollentrainer-Typen. 

Tacx Indoor Cycling - Garmin Deutschland GmbH
Tacx Indoor Cycling - Garmin Deutschland GmbH

Trainer mit Direktantrieb sind in der Regel „Smart“ und können den Widerstand steuern. Das bedeutet, mit solchen Trainern lassen sich auch Steigungen simulieren. Das heißt der Widerstand erhöht sich je nach Grad der Steigung und/oder Geschwindigkeit. Allerdings hat man auch die größten Einschränkungen. Außerdem muss das Fahrrad eine Kettenschaltung haben. Fahrräder mit Nabenschaltung können schlicht nicht verwendet werden, weil sich bei Nabenschaltungen das Getriebe in der Hinterradnabe befindet. Für viele der größte Nachteil ist vermutlich, dass der Preis deutlich höher ist.

Hier ein Beispiel für einen guten Trainer mit Direktantrieb: Tacx Flux 2 Smart

Smart Trainer oder nicht?

Es gibt einfache Rollentrainer bei denen der Widerstand manuell gesteuert werden kann, Trainer die automatisch die Leistungsdaten über Sensoren erfassen und dann gibt es noch Trainer die den Widerstand dynamisch selbst steuern. Was ist für wen geeignet? Mittlerweile gibt es von allen Arten von Rollentrainern eine entsprechende Smart-Variante. Auch bei der freien Rolle.

Man sollte vorab für sich das persönliche Anforderungsprofil definieren. Sucht man einen Rollentrainer primär für kurze Workouts und primär nur an den Tagen an denen man kein Radfahren kann? Dann sollte ein einfacher Rollentrainer ausreichen.
Oder möchte man virtuell gegen andere Radfahrer auf der ganzen Welt auf interaktiven Kursen fahren? Seid ihr bereit das nötige Kleingeld für einen smarten Rollentrainer auszugeben, dann könntet ihr damit glücklicher sein. 

Anmerkung: Auch mit günstigen Rollentrainern kann man Zwift nutzen, wenn man entsprechende Sensoren nutzt.

Fluid- vs. Magnet-Widerstand? Was ist der Unterschied?

Bei einem Rollentrainer mit Magnet-Widerstand kann die Intensität in unterschiedlichen Stufen festgelegt werden. Dazu wird meist eine Art zusätzlicher Schalthebel (über Schaltzüge) am Fahrradlenker oder Rahmen montiert. Der entsprechende Schaltzug ist mit der Widerstandseinheit vom Rollentrainer verbunden. 

Es gibt auch ganz einfache Varianten bei denen die Steuerung des Widerstands direkt am Trainer eingestellt werden muss. Das heißt:. Man muss aktiv vom Rad steigen und den Widerstand einstellen oder den Widerstand bereits vor der Trainings-Session festlegen.

Beim Rollentrainer mit Fluid-Widerstand, also einem Flüssigkeitswiderstand, gibt es keine Stufen. Der Widerstand reguliert sich alleine durch die Geschwindigkeit.
Das heißt also: Fahrt ihr langsam, dann ist der Widerstand geringer, fahrt ihr schneller, umso höher ist der Widerstand und umso höher die Bremsleistung. Das ermöglicht realitätsnahes Training, denn das Fahrverhalten auf der Rolle kommt dem Fahrverhalten auf der Straße sehr nahe. Ein weiterer Vorteil ist die etwas geringere Lautstärke, als bei Trainern mit magnetischem Widerstand. Dafür sind diese Trainer meist etwas teurer.

Trainer mit interaktiver Widerstandssteuerung

Moderne Smarttrainer regulieren den Widerstand selbstständig. Das bedeutet, wenn ihr eine Strecke als GPX-Datei abfahrt und entsprechende Steigungen kommen, dann wird der Widerstand im Trainer automatisch erhöht, bei Abfahren entsprechend gesenkt. Gesteuert wird der Trainer dabei entweder von einem GPS-Fahrradcomputer wie dem Garmin Edge 530 (mein Langzeittest) oder durch ein Smartphone bzw. Computer mit entsprechender Trainingssoftware. 

Allerdings ist nicht jeder GPS-Fahrradcomputer in der Lage den Widerstand zu steuern. Hierzu ist die Doku bei Garmin hilfreich.
Beispielsweise eignet sich Zwift  dafür. Hier ist jedoch ein kostenpflichtiges Abo notwendig.
Nicht nur Trainer mit Direktantrieb können den Widerstand steuern. Mittlerweile gibt es auch freie Rollen und Wheel On Trainer (feste Rolle) mit dynamischer Widerstandssteuerung.

Was ist für Zwift notwendig?

Um Zwift zu nutzen ist nicht zwingend ein smarter Rollentrainer notwendig. Die entsprechende Hardware, also ein Computer mit installiertem Zwift vorausgesetzt braucht man lediglich einen ANT+ Empfänger  (teilweise sollte ist auch Bluetooth ausreichend sein) und die entsprechenden Sensoren am Trainer oder am Fahrrad. Im Grunde sollte ein Geschwindigkeitssensor bereits ausreichen. Sinnvoll ist jedoch auch die Trittfrequenz, Leistung und die Herzfrequenz.

Meist bekommt man ein Bundle aus Trittfrequenz- und Gschwindigkeitssensor bereits für weniger asl 50 Euro. Ein Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz ist für ungefähr 40 Euro erhältlich.
Das bedeutet also auch mit einem ganz einfachen Rollentrainer könnt ihr Zwift nutzen. Ein teurer Trainer ist nicht zwingend notwendig.

Weiterhin ist für Zwift natürlich ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig. Mit 15 Euro pro Monat ist dies nicht gerade wenig. 

Warum habe ich mich für einen nicht smarten WheelOn Trainer entschieden?

Ich wollte einen möglichst günstigen Rollentrainer der jedoch mit einem Fahrrad mit Nabenschaltung kompatibel ist. Daher stehen ausschließlich WheelON Rollentrainer oder Trainer mit freier Rolle zur Auswahl. Die freie Rolle war mir dann jedoch zu abenteuerlustig :-)

Elite Qubo Fluid


Daher habe ich mich für den Elite Qubo Fluid entschieden. Dieser ist nicht smart und hat keinen einstellbaren Widerstand. Dafür ist der Widerstand "Fluid", also ein Flüssigkeits-Widerstand. Der Vorteil für mich ist, der Gang und die Intensität beim Treten am Fahrrad entscheiden über den Widerstand der Rolle. Ich habe keine zweite separate Steuerung des Widerstands. Für mich ist der Qubo Fluid somit der beste Kompromiss aus allen Trainern und ermöglicht simples aber günstiges Training.

Warum "nicht-Smart"? Mein Plan ist es lediglich an Tagen an denen man draußen kein Fahrrad fahren kann ein wenig Sport machen zu können. Ich möchte mit dem Trainer lediglich die kalten und vereisten Tage überbrücken. Dafür brauche ich kein Zwift oder andere Tools. Auch wenn ich noch vor habe es zu testen.

Fahrrad mit Nabenschaltung im Rollentrainer

Wie bereits zu Beginn des Artikels angesprochen nutze ich im Rollentrainer aktuell ausschließlich mein selbst(wieder)aufgebautes und selbstlackiertes Bahnhofsrad. Warum dieses Fahrrad?
Die Basis bildet ein 26-Zoll MTB-Rahmen. Der Rahmen ist von den Maßen sowohl von mir, als auch von meiner Frau zu fahren. Lediglich die Höhe des Sattels muss vor dem Training entsprechend angepasst werden.
Das ist ideal, denn so können wir den gesamten Winter das Bahnhofsrad im Rollentrainer montiert lassen. Ein weiterer Punkt ist natürlich, dass das Bahnhofsrad Corona-Bedingt quasi gar nicht zum Einsatz kommt.

Indoor Cycling mit Nabenschaltung


Dieses Fahrrad hat eine Nexus 8 Getriebenabe mit Vollachse, das heißt Radmuttern und keine Schnellspanner. Bei den meisten Rollentrainern wird ein Schnellspannadapter mitgeliefert und es werden zusätzliche Adapter für Steckachsen verkauft. Für die Hersteller sind Vollachsen offensichtlich nicht relevant, weil moderne sportliche Räder heute immer Schnellspanner oder mit steigender Tendenz sogar Steckachsen haben. 
Mir war also Anfangs nicht klar ob Indoor Training mit einem Hinterrad mit Radmuttern überhaupt möglich ist. Nach einiger Recherche habe ich spezielle Radmuttern für Rollentrainer von TACX gefunden. Diese sollen mit Tacx-Rollentrainern kompatibel sein.

Wie das bei Trainern von anderen Herstellern ist konnte ich nicht herausfinden. Viele Hersteller schweigen dazu. Ich habe es dann riskiert und den Elite Qubo Fluid und zusätzlich die Radmuttern von Tacx bestellt. Meine Hoffnung war, dass sich das Hinterrad entweder mit den Standard-Radmuttern irgendwie fixieren lässt, oder ich im Notfall die Tacx-Radmuttern nutzen kann.
Beim Elite Qubo Fluid hatte ich Glück, denn der Trainer fixiert das Hinterrad ohne Probleme. Auch die speziellen Radmuttern von Tacx waren nicht notwendig.

Ich vermute, dass der Mechanismus zum fixieren des Hinterrads bei allen WheelOn-Trainern von Elite identisch ist, natürlich konnte ich das nicht verifizieren. In jedem Fall ist beim Qubo Fluid Indoor-Training mit einer Nabenschaltung problemlos möglich.

Ich denke wenn ihr etwas ähnliches vor habt, dann solltet ihr euch entweder an die Trainer von TacX halten oder es bei einem Elite-Trainer (oder auch einem anderen Hersteller) riskieren. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert.

Elite Qubo Fluid

Der Aufbau vom Qubo Fluid ist alleine etwas fummelig, aber dennoch schnell erledigt. Die Anleitung ist leider etwas Gewöhnungsbedürftig, zumindest in deutscher Sprache. Der Mechanismus zum fixieren des Hinterrads ist selbsterklärend. Mit mit Radmuttern ist der Einbau problemlosmöglich.
Der Rollentrainer selbst ist sehr gut verarbeitet und wirkt in jeder Hinsicht hochwertig.
Der erste Eindruck nach dem erfolgreichen Aufbau ist sehr gut.

Mit eingespanntem Fahrrad ist das Konstrukt sehr stabil. Da wackelt und quietscht nichts. Ich habe keine Angst das ich irgendwie umfallen könnte. Auch im Wiegetritt gibt es keine Probleme mit der Stabilität.

Elite MyETraining App

Mein erster Gedanke war alle Trainings mit dem Smartphone zu tracken. Immerhin wirbt Elite mit einer eigenen App für Indoor Cycling. Als ich nach der App suchte war ich sehr überrascht wie schlecht diese bewertet ist. Immerhin verlangt Elite (zwar nicht viel) einen jährlichen Beitrag zur Nutzung alle Funktionen. 

Die App ist wirklich Gewöhnungsbedürftig und nicht sehr stabil. Ich habe die App mit einem Iphone 11, mit aktuellster Software, nicht mit dem Sensor über die App koppeln können. Mit einem Amazon FireHD 10 und einem Motorola G5 (ich glaube Android 8) war es möglich. Teilweise müssen die Sensoren bei jeder Nutzung erneut gekoppelt werden, dazu ist dann ein erneutes Durcharbeiten des Assistenten zur Einrichtung in der App notwendig. Das ist sehr nervig, wenn man mal eben mal trainieren möchte.
Ich habe leider keine andere kompatible App finden können, allerdings hatte ich mich recht schnell entschieden meinen Garmin Edge 530 zur Auswertung zu nutzen. 

Datenerfassung: Aufzeichnung der Fahrten

Ich zeichne meine Fahrten also mit meinem Garmin (Edge 530 Langzeittest) auf. Der klare Vorteil ist für mich, dass ich sowohl meine normalen Radfahren, als auch das Indoor-Training zusammen in Garmin Connect auswerten kann. 
Das funktioniert sehr gut. Ich nutze einen Brustgurt zur Erfassung meiner Herzfrequenz. Für die Radtrainings typischen Datenfelder nutze ich den zusätzlichen Sensor Elite Misuro B+. Dieser ist nicht Teil des Lieferumfangs und muss separat erworben werden. Der Sensor kann die Trittfrequenz, die Geschwindigkeit und die Leistung erfassen. Das heißt mit dem Misuro B+ könnt ihr auch Wattmessung betreiben.

Qubo Fluid mit Misuro B+


Für die Installation wird lediglich ein kleiner Magnet in die Antriebsrolle des Elite Rollentrainers verschraubt. Dazu sind zwei kleine Schrauben zu lösen und der Knopfzellengroße Magnet wird in die Rolle in ein kleines Fach gesteckt.
Anschließend wird der Misuro B+ von außen via Klebeklettband an den Trainer fixiert. Das ist meiner Meinung sehr unschön, denn die korrekte Platzierung des Sensors ist immens wichtig für die Datenerfassung. Hier wäre eine entsprechend angezeichnete Position oder sogar eine vorinstallierte Halterung sinnvoll gewesen.

Eine Schwäche hat das System: Die Batterie vom kleinen Sensor (eine CR2032) ist überraschend schnell leer. Hierzu sind nur wenige hundert Kilometer notwendig. Damit meine ich nicht nur die mitgelieferter Batterie, ich habe diese in der Zwischenzeit bereits zweimal gewechselt.

Knopfzellen sind gut für einfache Fahrradcomputer oder die kleinen Sensoren am Rahmen, aber meiner Meinung ist es eine Fehlentscheidung für den Misuro B+ eine Knopfzelle zu verwenden. Man hätte möglicherweise besser einen (via USB) wiederaufladbaren Akku, normale AA-Batterien oder sogar einen Anschluss für ein normales Netzteil ins Stromnetz verbauen sollen.

Wenigstens kündigt sich eine bald entleerende Batterie im Display des Garmins rechtzeitig an.
Leider ist die Dokumentation und die Anleitung vom Misuro B+ nicht sehr umfangreich und außerdem schlecht übersetzt. 

Mit einer Garmin Vivoactive 3 war eine Verbindung ebenfalls möglich. Allerdings wird hier ausschließlich die Geschwindigkeit und die Trittfrequenz übertragen. Für die Leistung fehlen der Vivoactive 3 die entsprechenden Datenfelder.

Nachtrag zum Misuro B+:
Nach dem ich diesen Artikel beendet habe, hatte ich Kontakt zum Elite Produkt Support. Primär um zu prüfen ob so eine schlechte Batterielaufzeit tatsächlich normal ist oder ob ich eventuell ein defektes Exemplar erwischt habe. Nach einigen E-Mails hat mir Elite schließlich einen neuen Sensor zugeschickt. Diesen teste ich aktuell. Ich werde den Artikel dann entsprechend aktualisieren.
Generell war der Support jedoch sehr freundlich und hilfsbereit.

Konfiguration vom Radcomputer

Wichtig ist bei den Einstellungen der Sensoren im Fahrradcomputer den richtigen Radumfang zu konfigurieren. Hier ist nicht, wie üblich, der wirkliche Radumfang des Hinterrads gemeint. Sondern der Umfang der Rolle im Rollentrainer. Wenn ihr die Einstellungen nicht verändert, oder den wirklichen Radumfang eures Hinterrads einstellt, dann bekommt ihr absolut unrealistische Werte, die Werte sind deutlich höher als sie sein sollten. Im Fall vom Elite Qubo Fluid müssen 141 mm Radumfang eingestellt werden. In der folgenden Liste findet ihr den korrekte Umfang für alle Elite-Trainer:

Anzahl Blinklichter

Trainer

Einstellung des Radumfangs

1

Allgemeiner Rollentrainer

Umfang der Rolle

2 - 4

Real Turbo Muin

Radumfang

5

Power Fluid

141 mm

6

Arion

264 mm

7

Fluid integriert

94 mm

8

Parabolic

292 mm

9

Primo

141 mm

10 - 14

Diverse andere Einstellungen.

-


Quelle ist die Bedienungsanleitung des Misuro B+.
Hier findet ihr weitere Details.

Die Anzahl der Blinklichter muss korrekt - also passend zum Trainer - eingestellt sein. Dazu muss das Gehäuse geöffnet werden und der kleine Button gedrückt werden. Eine LED blinkt wiederholt (relativ schnell) und signalisiert die entsprechende Einstellung (siehe Tabelle oben).

Herstellerunabhängige Aufzeichung:

Eine Aufzeichnung wäre jedoch auch möglich, wenn man Standard ANT+-Sensoren für Geschwindigkeit, Trittfrequenz und optional Leistung verwendet. So könnte man beispielsweise im Winter einfach das Rennrad in den Rollentrainer spannen. Dazu ist es jedoch notwendig, dass der Geschwindigkeitssensor am Hinterrad angebracht wird. Das ist insbesondere Wichtig bei Sensoren die an der Radnabe montiert sind. Ein kombinierter Sensor wie der Wahoo Blue SC ist ebenfalls möglich.
Anders als bei der Nutzung vom Misuro B+ muss hier bei der Einstellung des Radumfangs nichts spezielles eingestellt werden. Hier muss der wirkliche Radumfang eures Hinterrads eingestellt werden.

Wenn man einen PC / Mac nutzen möchte, dann ist ein ANT+ Dongle notwendig. Möglicherweise auch ein USB-Verlängerungskabel um diesen Empfänger nahe beim Sensor des Trainers zu haben.

Reifen - Verschleiß und Einfluss auf die Lautstärke

Es werden spezielle Reifen für Rollentrainer verkauft. Diese sind meist blau, rot oder einer anderen gut sichtbaren Farbe. Diese haben eine spezielle Gummimischung die auf dem Rollentrainer nicht so sehr verschleißen soll und sind allgemein auf die Nutzung auf dem Rollentrainer optimiert. 
Da ich die Kosten für einen Reifen extra für Rollentrainer recht hoch finde und ich noch genügend Reifen auf Vorrat besitze, habe ich erstmals verzichtet. 
Bei meinem ersten Test habe ich den bei mir installierten Schwalbe Nobby Nic in den ETRTO-Maßen 559x54 verwendet.
Hierbei handelt es sich um einen reinrassigen Mountain-Bike Reifen. Dieser ist bereits auf Asphalt recht laut, auf dem Rollentrainer ist dieser so laut, dass man meint, jemand ist mit der Schlagbohrmaschine unterwegs. Das geht einfach gar nicht. 

Qubo Fluid Reifenabrieb Verschleiß


Daraufhin habe ich meine Reifenvorräte durchgeschaut und einen Continental Touring Plus in 559-47 gefunden. Hierbei handelt es sich um einen Trekkingreifen, aber ich habe mich dennoch entschieden diesen zu nutzen.
Die Lautstärke ist deutlich besser und es ist nun nicht mehr im ganzen Haus hörbar, wenn ich trainiere. Verschleiß konnte ich am Reifen selbst kaum feststellen, allerdings findet man dunkle Spuren am Rollentrainer. Ich vermute, dass es sich dabei um Reifenabrieb handelt.

Noch besser wäre vermutlich ein Slick, also ein Profilloser Reifen oder eben ein richtiger Indoor-Reifen. Ich werde vorerst dennoch bei diesem Reifen bleiben.

Beispiel eines Reifens fürs Indoor Cycling: Schwalbe Insider

Was tun gegen Schweiß

Es ist unglaublich wie viel man auf dem Rollentrainer schwitzt. Das musste ich bereits bei meiner ersten kurzen Testrunde feststellen. Hilfreich war für mich permanent ein Handtuch in der Nähe zu haben. Ein kleiner Tischventilator den ich vorab aktiviere ist ebenfalls sehr nett. Meiner bescheidenen Meinung sind hier keine teuren smarten Ventilatoren notwendig.
Falls man ein Fenster in der Nähe hat, dann kann man natürlich auch einfach lüften. :-)
In meinem Fall bin ich in meinem Keller und habe kein Fenster in der Nähe.

Nützliches (bzw. unnützes) Zubehör:

Welches spezielle Zubehör für Rollentrainer gibt es? Was braucht man zwingend und worauf kann man verzichten?

Vorderradstütze

Ja es gibt sie, aber sie sind aus meiner Sicht nicht zwingend notwendig. Auch wenn das Hinterrad etwas höher sitzt und sich somit die Sitzposition leicht verändert. Für sehr empfindliche Fahrer ist eine Vorderradstütze evtl. denkbar. Aber ich sitze in der Regel zwischen 30 und 90 Minuten auf dem Trainer. Ich kann mich damit arrangieren, dass die Sitzposition leicht anders ist.
Möglicherweise ist auch ein einfaches Holzbrett denkbar, wenn man sowas zur Verfügung hat. 
Umkippen wird das Fahrrad ohne die Stütze jedenfalls nicht.

Schweißfänger

Einen Schweißfänger habe ich zwar nicht, aber ich halte diese Teile die zwischen Lenker und Sattel als eine Art Dreieck gespannt werden für ziemlich sinnvoll. Denn der Schweiß könnte für zusätzliche Korrosion am eingesetzten Fahrrad sorgen. Demnächst werde ich mir so ein Teil auch bestellen.
Günstige Schweißabwehr: Schweißfänger von Rockbros

Unterlage / Matte

Die Idee ist, den Boden unter dem Rollentrainer zu schützen und zu entkoppeln. Zum einen vor dem Schweiß und zum anderen vor Vibrationen den der Trainer verursacht, zum Beispiel im Wiegetritt. Außerdem soll die Geräuschentwicklung gedämpft werden.
In meinem Fall benutze ich den Rollentrainer in meinem Keller im Einfamilienhaus auf einem Outdoor-fähigen Rasenteppich. Also habe ich darauf ebenfalls verzichtet. 
Es gibt weiterhin die Möglichkeit eine Matte speziell unter den Rollentrainer zu packen. Dazu könnte man eine Bautenschutzmatte nutzen. Es gibt hier spezielle Matten für Waschmachinen, diese passen auch unter einem Rollentrainer.

Was tun zur Unterhaltung (bzw. gegen die Langeweile)

Nach meiner ersten kurzen Einheit musste ich feststellen, dass Radfahren auf einem Rollentrainer in meinem Keller ziemlich eintönig ist. Das Fahren ist nicht vergleichbar mit dem Fahren draußen auf der Straße und in der Natur. Ich habe dann einen Gartentisch und mein Notebook genommen. Anschließend Bluetooth Kopfhörer gekoppelt und kann so bequem Filme und Serien in Streams von Netflix, Prime Video und Co verfolgen. Für mich funktioniert das ganz gut.
Alternativ ist auch Musikhören möglich. Wenn man beim Indoor Cycling eine Extra-Portion Motivation benötigt, aber die Kosten für Zwift scheut, dann könnte sich dazu natürlich auch ein passendes Video zum Indoor Cycling anschauen. Empfehlenswert dazu ist ein Kanal wie "Indoor Cycling Videos" auf Youtube.


Fazit zum Indoor Winter Training

Ihr müsst entscheiden ob ihr lediglich einen kurzfristigen warmen und trockenen Sport-Ersatz im Winter sucht oder ob ihr "Zwiften" wollt. Ich nutze das Wort "zwiften" stellvertretend für alle interaktiven Indoor-Apps/Dienste die es aktuell so gibt. 
Für ersteres würde ich einen einfachen Wheel On Trainer bzw. feste Rolle empfehlen. Dieser muss nicht teuer sein. Meist reichen die Einstiegsmodelle der großen Hersteller. Empfehlen kann ich Tacx und Elite. 
Für dauerhaftes Zwiften reicht zwar auch ein einfacher Trainer, aber ich denke dafür würde ich eher einen Trainer mit Direktantrieb und smarter Widerstandssteuerung empfehlen. Damit schränkt ihr euch jedoch auch bei der Wahl des Fahrrads ein. (keine Nabenschaltung, kein Single Speed)

Wollt ihr ein Fahrrad mit Nabenschaltung nutzen, dann müsst ihr die freie Rolle oder einen WheelOn Trainer nutzen.

Fazit speziell zum Qubo Fluid

Der Elite Qubo Fluid ist von hoher Qualität und einfach (schnell, problemlos) aufgebaut. In Kombination mit dem Misuro B+ Sensor kann der Trainer auch die Leistung messen. So lassen sich die Trainings entweder mit dem Smartphone oder mit einem kompatiblen Fahrradcomputer komfortabel auswerten. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. Zusammen mit dem Garmin Edge 530 kann ich meine Trainings nun deutlich detaillierter tracken und analysieren.
Ich bin zufrieden, weil ich mein altes Bahnhofsrad mit Getriebenabe auch in Coronazeiten effizient einsetzen kann.