14 Dinge die auf keiner Radtour fehlen dürfen


14 Dinge die auf keiner Fahrradtour fehlen dürfen

Was darf auf keiner Fahrradtour fehlen? Sicher die Antwort auf diese Frage ist sehr individuell. Allerdings gibt es tatsächlich Dinge die du in jedem Fall auf eine längere Tour – wie einen Tagesausflug – mitnehmen solltest. Ich habe in folgendem Artikel die für mich wichtigsten Utensilien aufgelistet.

14 Utensilien die bei keiner Tour fehlen

Egal ob Entdeckungstour durch unbekannte Regionen oder der Weg ins Büro. In diesem Artikel nenne ich die Dinge die ich in der Regel immer dabei habe. Außerdem gebe ich Tipps wie diese am besten aufzubewahren sind. Ich liste die Utensilien anhand ihrer Priorität auf, das heißt wie wichtig diese mir persönlich sind und ich beginne mit den wichtigsten:

1) Fahrradbeleuchtung

Das absolut wichtigste ist aus meiner Sicht eine funktionierende und STVZO-konforme Fahrradbeleuchtung. Der Punkt ist natürlich im Herbst und Winter noch wichtiger, als im Sommer. Ich habe jedoch auch in der warmen Jahreszeit, wenn die Tage besonders lang sind, eine Beleuchtung dabei. Meist ist diese als Tagfahrlicht auch permanent aktiv. Ich glaube einfach an eine bessere Sichtbarkeit und dadurch eine höhere Sicherheit für mich.

Wenn ihr einen Nabendynamo und feste Beleuchtung am Rahmen habt, dann ist dieser Punkt bereits erledigt. Ansonsten steckt euch einfach günstige Akkuleuchten an den Lenker und an die Sattelstütze.

Wenn ihr noch keine habt, dann lest meinen Test zu der Akkulampe Büchel Vancouver. Diese ist sehr gut und kostet nicht viel.

2) Wasser oder andere Getränke

Superwichtig ist natürlich auch Flüssigkeit. Klar, wenn ihr nur 2 Kilometer zum nächsten Einkauf fahrt, dann braucht ihr kein Wasser für den Weg. Wollt ihr jedoch einen Tagesausflug machen oder habt sogar vor mehrere Tage unterwegs zu sein, dann solltet ihr genug Flüssigkeit mitnehmen. Ich bevorzuge in der Regel einfach Stilles Wasser. Im Winter nutze ich auch warmen Tee, der wärmt den Körper während der Fahrt. Viele andere nutzen zuckerhaltige Getränke oder Shakes.

Insbesondere wenn es sehr warm ist, dann solltet ihr wirklich häufiger trinken.

Ihr müsst nicht das trinken während der Fahrt beherrschen, man kann auch einfach kurz einige Sekunden stoppen und einen Schluck aus der Trinkflasche nehmen. Zur Aufbewahrung bietet sich ein einfacher Flaschenhalter für den Rahmen an. Habt ihr einen Fahrradkorb oder eine Tasche, dann könnt ihr euer Getränk auch einfach dort transportieren.

Alternativ kann man auch eine Trinkblase für den Rucksack nehmen. Das habe ich auch einige Zeit getestet, aber die Reinigung ist aufwendig und ich denke aus den Trinkblasen sollte man wirklich nur Wasser trinken.

3) Fahrradschloss

Auch das Fahrradschloss darf natürlich nicht fehlen. Wenn ihr bei einer Tour eine Pause enlegen wollt, und das Fahrrad irgendwo unbeaufsichtigt abstellen müsst. Dann wollt ihr sicher sein, dass Langfinger nicht einfach mit eurem geliebten Fahrrad weiterfahren. Daher empfehle ich immer ein ordentliches Fahrradschloss, wie zum Beispiel ein Faltschloss oder ein Bügelschloss. Meist haben diese Schlösser auch eine ordentliche Rahmenhalterung, so dass ihr euch nicht um die Aufbewahrung während der Fahrt kümmern müsst.

4) Multitool oder das nötigste Werkzeug

Man glaubt es kaum, aber es kommt unheimlich oft vor, dass man mal während einer Tour etwas nachjustieren oder reparieren muss. Vielleicht muss der Satte leicht verstellt werden, oder die V-Brake schleift gerade ein bisschen. Dann  braucht ihr Werkzeug.

Die Multitools für das Fahrrad sind daher unheimlich praktisch. Sie sind nicht groß und passen in jede Sattel- oder Trikottasche.

Von Zeit zu Zeit kommt es auch vor, dass ein anderer Radfahrer Hilfe braucht und gerade kein Multitool dabei hat. Dann könnt ihr einspringen und helfen.

In den vergangenen Jahren habe ich verschiedene Multitools getestet. Ich nutze an jedem meiner Räder ein eigenes was in der Satteltasche, im Rucksack oder in der Gepäckträgertasche verstaut ist.

Multitools sollten kein heimisches Werkzeug ersetzen, denn es ist häufig nicht sehr ergonomisch damit zu arbeiten und die meisten sind alles andere als Fehlerfrei. Für Unterwegs sind sie jedoch sehr praktisch.

5) Ersatzschlauch / Flickzeug und Reifenheber

Einer der häufigsten Defekte während der Fahrt ist ein Platten. Zum Glück gibt es heute sehr Pannensichere und gleichzeitig schnelle bzw. komfortable Reifen. Dennoch kann es vorkommen, das der Schlauch ein Loch hat und man somit einen platten Reifen hat.

Wenn man zu weit von der nächsten Fahrradladen oder dem eigenen Heim entfernt ist, muss man den Schaden selbst reparieren. Mit entsprechendem Flickzeug kann man den Schlauch direkt flicken. Die Reperatur dauert nicht lange und wenn man das häufiger macht, dann entwickelt sich auch eine gewisse Routine. Das Flickzeug nimmt nicht viel Platz weg und passt in jede Sattel- oder Rahmentasche.

Genau auf diese Weise habe ich das Jahrelang gemacht, aber mir persönlich ist das mittlerweile zu aufwendig während einer Radtour. Daher nehme ich kein Flickzeug mehr mit, sondern tausche den Schlauch direkt gegen einen funktionstüchtigen neuen Schlauch oder bereits geflickten Schlauch. Den alten schmeiße ich natürlich nicht weg, sondern ich nehme ihn mit und repariere ihn in Ruhe zu Hause.

In jedem Fall müsst ihr den Reifen entfernen, bevor ihr den Schlauch flicken oder wechseln könnt. Daher braucht häufig auch noch Reifenheber. Viele Multitools haben bereits Reifenheber mit an Bord, wenn nicht, dann sind Reifenheber nicht teuer und schnell verstaut.

6) Pumpe / Kartusche

Turbo Morph G

Wenn ihr einen Platten habt und den Schlauch geflickt oder sogar getauscht habt, dann muss dieser natürlich auch wieder aufgepumpt werden. Dazu wird eine Pumpe oder eine kleine Druckluftkartusche benötigt. Eine Druckluftkartusche ist natürlich sehr klein, muss aber, wenn sie leer ist, von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.

Fahrradpumpen gibt es in den verschiedensten Formen und Größen. Mit vielen günstigen und / oder sehr kleinen Pumpen könnt ihr nicht so viel Druck aufbauen. Damit kann es schwierig werden einen Rennradreifen während der Fahrt zu befüllen.

Die Pumpe ist jedoch nicht nur bei einem Platten sinnvoll, sondern auch wenn ihr mal eben etwas nachpumpen wollt. Auch wenn andere Radfahrer etwas Luft brauchen und selbst keine Pumpe haben könnt ihr schnell helfen.

Aber Achtung nicht jede Pumpe kann jedes Fahrradventil pumpen.

Sehr kleine Pumpen passen übrigens ebenfalls in die Trikot- oder Satteltasche, ansonsten gibt es natürlich auch Rahmenhalterungen

7) Helm (und Raincover)

Ja ich weiß, der Fahrradhelm ist nicht jedermanns Sache. Die Vor- und Nachteile des Fahrradhelms  habe ich aus meiner Sicht bereits in einem Artikel erläutert. Ich bin der Meinung, dass der Helm sinnvoll ist und ich trage ihn bei meinen Fahrten zu 99%. Daher gehört der Helm auch zu den Dingen die ich immer dabei habe.

Im übrigen habe ich meist auch ein Raincover als Helmschutz dabei. In meinen Augen gibt es in Kombination mit einer ordentlichen Regen- / Wetterjacke keinen besseren Regenschutz für Radfahrer. Bei Dunkelheit erhöht das Raincover im übrigen auch sehr gut die Sichtbarkeit des Radfahrers.

8) Fahrradcomputer / Navigationsgerät

Garmin Edge 530

Wenn ich eine Fahrradtour durch unbekanntes Gelände mache, dann nutze ich eigentlich immer mein Garmin Edge 530 in der Kartenansicht zur Orientierung. Das brauche ich natürlich nicht, wenn ich ins Büro fahre. Dann lasse ich nur eine Seite mit Datenfeldern anzeigen. Ich möchte also immer wissen wie schnell ich bin und wie viel Kilometer ich bereits gefahren bin.

In meinem Fall ist es außerdem so, dass über die gefahrenen Kilometer meiner Fahrräder Buch führe. So habe ich immer einen Überblick über den Verschleiß meiner Fahrräder. Zum Beispiel weiß ich, dass Bremsbeläge ABC im Vergleich zu den Bremsbelägen von Hersteller XYZ deutlich länger halten.

Aus diesen Gründen gehört der Fahrradcomputer zu meiner Grundausstattung. Das kann ein einfaches Fahrradtacho oder auch ein vollausgestatteter GPS-Fahrradcomputer sein. Während der Fahrt sitzt der Fahrradcomputer natürlich an der Lenkerhalterung.

Einige Radfahrer nutzen auch ihr Smartphone für diesen Zweck.

9) Brille oder Sonnenbrille

Ich bin Brillenträger und daher trage ich die Brille auch meist im Alltag, auch wenn ich nicht auf dem Drahtesel sitze. Dennoch würde ich auch jedem nicht Brillenträger raten eine Brille beim Fahren zu tragen. Im Frühling und Sommer ist es so, dass einem häufig Insekten oder Pollen in die Augen fliegen, das ist äußerst unangenehm und manchmal schmerzhaft. Im Winter hingegen ist es die kalte Luft, die die Augen tränen lässt. Eine einfache Brille hilft hier bereits.

Übrigens trage ich in der Regel auch keine spezielle Sport- bzw. Fahrradbrille, sondern eine einfache selbsttönende Brille.

10) Müsliriegel oder andere Verpflegung

Ich habe in der Regel immer irgendwo einen Müsli- oder Proteinriegel verstaut. Auch wenn ich diesen nicht immer und nicht bei jeder Fahrt brauche, aber dennoch ist es so das ich mich wohler fühle, wenn ich ihn dabei habe. Nichts ist schlimmer, als wenn man hungrig fahren muss. Ein echter Hungerast irgendwo in der Wildnis ist sehr unangenehm, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Daher beuge ich lieber vor und habe eigentlich immer einen Riegel in der Tasche. Denn merkt euch: “Haben ist besser als brauchen”

11) Smartphone

Euer Telefon solltet ihr auch immer dabei haben. Man weiß nie was passiert. Ihr könntet einen ernsthaften Unfall haben oder euer Fahrrad hat einen (nicht mal eben so lösbaren) Defekt, so dass ihr Hilfe rufen müsst. Das kann euch nicht passieren oder ihr wollt beim Radfahren nicht gestört werden? Seid nicht egoistisch! Schaltet euer Telefon einfach auf Lautlos, wenn ihr es nicht braucht. Denn auch Mitmenschen könnten Hilfe brauchen, aber können unter Umständen nicht selbst Hilfe rufen.

12) Regenschutz für den Sattel

Wenn ich im Büro bin oder eine längere Pause mache und ein Unwetter droht, dann schütze ich meinen Sattel mit einem Regenschutz. Warum? Ganz einfach! Weil ich keine Lust auf einen nassen Hintern habe. Wenn ich den Regenschutz nicht brauche, also während der Fahrt, dann wird dieser einfach in der Tasche verstaut.

13) Kabelbinder

Kabelbinder im Lenker

Ja, auch Kabelbinder gehören zu meiner täglichen Grundausstattung. Zugegeben, ich brauche sie selten, aber Kabelbinder können eine echte Allzweckwaffe sein. Wenn sich mal irgendwo etwas löst oder gebrochen ist, dann kann ich es einfach mit dem Kabelbinder temporär fixieren.

Ein anderes wirklich cooles Beispiel ist der Spikereifen-Ersatz mit Kabelbindern. Das funktioniert natürlich nicht bei Rädern mit Felgenbremsen.

Wie soll man Kabelbinder während der Fahrt aufbewahren? Ihr könntet diese entweder in eurem Lenker verstauen, wenn dieser einen abnehmbaren Endstopfen hat. Alternativ können die Kabelbinder in die Satteltasche verstaut werden.

14) kleine Sattel- oder Rahmentasche

Wenn ihr bis zu diesem Punkt durchgehalten habt, dann fragt ihr euch sicher wie groß und wie geräumig Nicos Satteltasche sein muss? Da passt wirklich allerhand rein. Tatsächlich nutze ich verschiedene Sattel- und Rahmentaschen. Auf wirklich lange Touren nehme ich Beispielsweise neben der Satteltasche auch immer eine Rahmentasche mit. Die Rahmentasche wird auf dem Oberrohr mit dem Steuerrohr / Vorbau verbunden und ist groß genug für das Smartphone und Verpflegung. In der Satteltasche passen zB Ersatzschlauch, Multitool inkl. Reifenheber, Kabelbinder, das Helmcover und der Regenschutz für den Sattel. Wenn eine kleine Pumpe nicht passt, dann wird diese am Rahmen befestigt.

gepackte Satteltasche

15) ???

Habe ich etwas vergessen? Was fällt euch noch ein? Welche Dinge fehlen bei euch auf keiner Fahrradtour? Lasst es mich wissen und schreibt mir einen Kommentar.

ETRTO: Welcher Fahrradreifen passt?
Fahrradbremse: V-Brakes einstellen & pflegen

Comments

  1. Hallo, ich bin zufällig auf deinen Blog gestossen. In deiner Auflistung würde mir noch ein kleines Erste-Hilfe-Päckchen fehlen.Auch wenn man es nicht selbst braucht, jemand anderen hilft es vielleicht.
    VG Kai

    • Hallo Kai,
      sehr gut danke für den Hinweis. Tatsächlich haben wir meist en Erste-Hilfe-Kit auf Familienausflügen dabei.

  2. Ich danke Ihnen für den tollen Beitrag. Hier sind wirklich interessante und nützliche Tipps dabei. Immer wieder informativ!
    Beste Grüße
    Daniel

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