08 Mai 2020

Fahrradanhänger oder Kindersitz? Was ist besser?


Ihr seid auf der Suche nach der besten Möglichkeit eure Kinder zu transportieren? Wenn junge Familien das Fahrrad mehr in den Alltag integrieren wollen oder ambitionierte Radfahrer Nachwuchs bekommen, dann wird das Thema Kindertransport früher oder später ein Thema. Solange Kinder noch nicht selber fahren können, gibt es einige wenige Möglichkeiten. Dazu gehören Kindersitze oder Fahrradanhänger für Kinder. Ich nutze beide Varianten und will diese für diesen Artikel vergleichen.

Fahrradanhänger oder Kindersitz

Kurzfassung

  • Kinderanhänger sind aufgrund des Aufbaus und der geringeren Fallhöhe sicherer als Kindersitze.
  • Der Transport von Babys und Säuglingen ist ausschließlich im Anhänger möglich, dazu gibt es spezielle Babyschalen / Sitzverkleinerer. 
  • Im Kindersitz kann ein Kind erst ab einem Körpergewicht von 9 Kilogramm mitgenommen werden.
  • Kindersitze gibt es für vorne und für hinten.
  • Kindersitze sind deutlich günstiger als Fahrradanhänger.
  • Wenn aber mehr als ein Kind befördert werden soll, dann ist ein Anhänger fast alternativlos.
  • Anhänger sind für Kinder komfortabler und gemütlicher als Kindersitze.
  • Kinder sind im Anhänger, aufgrund des geschlossenen Aufbaus, besser vor Wettereinflüssen geschützt.
  • Allerdings ist die Kommunikation mit den Eltern vom Kindersitz besser möglich.
  • Ein Anhänger benötigt darüber hinaus deutlich mehr Platz, sowohl während der Fahr, als auch beim Abstellen.
  • Anhänger lassen sich einfach zu einem Kinderwagen umbauen und so beispielsweise bei einem Spaziergang nutzen.

Fahrradanhänger oder Kindersitz?

Fahrradfahren ist Gesund, das weiß jeder. Wenn aber Eltern ihre Kinder transportieren sollen, dann denken viele nicht an das Fahrrad, sondern steigen ins Auto. Fahrradfahren ist jedoch viel günstiger und auch besser für die Umwelt, aber welche Variante ist besser geeignet um auch den Nachwuchs zu transportieren. In diesem Artikel beschäftige ich mich mit Fahrrad-Kindersitzen und Fahrradanhänger für Kinder. Beide Systeme haben ihre Vor und Nachteile. Es gibt auch einige Einschränkungen. Diese werde ich in den folgenden Punkten erläutern. Neben dem Kindersitz und dem Anhänger für Kinder gibt es noch eine weitere Alternative. Diese erwähne ich in diesem Artikel ebenfalls.

Bahnhofsrad mit Kindersitz

Grundsätzliches zur Kinderbeföderung auf dem Fahrrad

Egal ob Anhänger oder Kindersitz. Nur bis zum vollendeten siebten Lebensjahr dürfen Kinder im Anhänger oder im Kindersitz befördert werden. Ältere Kinder müssen dann selber fahren. Aber wann dürfen Kinder frühestens mit dem Fahrrad transportiert werden?
Beachtet dazu die Gewichtsangaben der einzelnen Sitze in der folgenden Tabelle.
Römer Jockey: 9 - 22 KG Gewicht



Minimales Gewicht
Maximales Gewicht
Höchstalter
Kindersitz vorne
9 Kg
15 Kg
6 Jahre
Kindersitz hinten
9 Kg
22 Kg
6 Jahre
Fahrradanhänger

40 Kg Zuladung*
6 Jahre

Die Angaben sind in der Regel nochmal auf den Sitzen bzw. Anhängern angegeben. Wenn dort Angaben gedruckt sind, dann sind diese bindend. Die Angaben in meiner Tabelle sind jedoch die üblichen Begrenzungen.
Bei Anhängern kann die maximale Zuladung höher liegen. Wenn diese nicht angeben ist, dann gilt üblicherweise 40 Kilogramm maximale Zuladung.
Zuladung bedeutet in dem Fall, dass beide Kinder und das Gepäck zusammen nur höchstens (in meinem Beispiel) 40 Kilogramm wiegen dürfen. Es gibt jedoch auch Anhänger mit höherer Zuladung.

Sicherheit

Das wichtigste Thema auf meiner Liste ist die Sicherheit. Welche Lösung ist für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen Radfahrer am sichersten?
Aus meiner Sicht ist der Kindersitz hier eindeutig im Nachteil. Zum einen ändert sich das Fahrverhalten mit Kindersitz enorm und diese Tatsache sollte nicht unterschätzt werden. Außerdem wirkt sich ein Sturz sofort auf das Kind hinter euch aus.
Bedenkt bitte: Euer Kind stürzt mit dem Gewicht eures Fahrrads aus etwa einem Meter Höhe.

Beim Anhänger ist dies nicht so kritisch. Stürzt ihr, dann bleibt der Anhänger in der Regel stehen. Die Kupplungen sind so entworfen, dass der Anhänger normalerweise nicht kippt. Wenn es dennoch zu einem Kippen kommt, dann sind die Insassen jedoch aufgrund des "Käfigs" im Anhänger viel besser geschützt. Damit meine ich die grundsätzlich geschlossene Bauweise von Kinder-Fahrradanhängern.
Ein Argument gegen den Anhänger was ich häufig lese und höre ist, dass dieser schnell von Autofahrern übersehen werden kann, weil der Anhänger tiefer als das Fahrrad ist. 
Aus meiner Erfahrung ist das unkritisch, wenn der Anhänger ordnungsgemäß beleuchtet ist und eine hohe reflektierende gut sichtbare Fahne montiert hat.
Allgemein ist es mittlerweile (seit 2018) so, das Fahrradanhänger beleuchtet sein müssen. Das ist wichtig, falls ihr einen Anhänger gebraucht kaufen wollt.
Fahrräder mit montiertem Anhänger sind übrigens deutlich schwerer, dies macht sich insbesondere beim Anfahren oder bei Bergauf-Fahrten bemerkbar. Aufgrund des veränderten Fahrverhaltens empfehle ich in jedem Fall eine Runde ohne Kind, aber mit montiertem Kindersitz oder angekoppeltem Anhänger.

Transport von Babys

Säuglinge bis zu einem Gewicht von 9 Kilogramm dürfen nur im Anhänger mitgenommen werden. Dafür gibt es spezielle Hängematten und Babyschalen. Bei einem Anhänger mit guter Federung sehe ich hier auch keine Probleme für das Kind. Natürlich würde ich schon einige Wochen nach der Geburt mit der ersten Fahrt warten. Man sollte es auch nicht übertreiben und vor allem sehr langsam fahren. (maximal 15 Km/h)
Sehr zu empfehlen ist übrigens die Weber Babyschale, diese haben wie im Burley ebenfalls genutzt. Sie ist zwar nicht ganz billig, kann aber indivuell in verschiedenen Anhängern genutzt werden.

Für die Mitnahme im Kindersitz muss das Kind mindestens 9 Kilogramm wiegen (siehe Tabelle oben). Diese Gewichtsbeschränkungen werden übrigens durch die Norm DIN EN 14344 festgelegt.

Kindersitz vorn oder hinten?

Bei Kindersitzen gibt es zwei Varianten: Entweder ist der Sitz vor dem Fahrer, oder hinter dem Fahrer über dem Gepäckträger. Immer wieder höre ich, dass es doch für Herrenräder unmöglich ist einen Kindersitz hinter den Sattel zu bauen, weil man nicht mehr aufsteigen kann. Keine Sorge, das funktioniert weiterhin. Aber auch hier lohnt es sich, wenn man das auf- und absteigen erstmal ohne Kind übt.

Es gibt verschiedene Lösungen von Kindersitzen für hinten. Einmal könnt ihr den Sitz an das Sattelrohr eures Fahrrads befestigen. Die zweite Möglichkeit ist die Montage auf beziehungsweise an den Gepäckträger. Hier ist dann noch zusätzlich die maximale Belastung für den Gepäckträger zu beachten. Die Montage auf den Gepäckträger wird jedoch von vielen Gepäckträger-Herstellern nicht empfohlen. (Tubus, racktime)

Ein Vorteil für die Sitze vor dem Fahrer ist natürlich, dass der Fahrer das Kind jederzeit gut im Blick hat. Das erleichtert natürlich die Kommunikation, man kann besser über Dinge reden die während der Fahrt passieren und im Zweifel lässt sich ein Kinder sicher besser beruhigen.
Aber keine Sorge, auch bei einem Sitz für hinten kann man sich gut unterhalten. Ein Rückspiegel am Lenker kann außerdem helfen, das Kind im Blick zu behalten.
Wichtig ist, dass Front-Kindersitze für die Montage über dem Oberrohr nur für Kinder bis maximal 15 Kilogramm geeignet sind. Sitze die am Sattelrohr fixiert werden sind in der Regel bis höchstens 22 Kilogramm Gewicht beim Kind ausgelegt. (Siehe Tabelle weiter oben)

Preis

Der Preis ist natürlich ein wichtiges Argument für oder gegen eine der Lösungen. Kostentechnisch ist die Sache klar. Ein Kindersitz für das Fahrrad ist bereits für unter 100 Euro zu bekommen. Ein Fahrradanhänger fängt bei über 500 Euro an. Dafür bekommt man natürlich auch mehr Platz, sowohl für die Kinder, als auch für Gepäck. 

Stabilität / Auf- und Abstieg

Ich hatte schon weiter oben angedeutet, dass der Auf- und Abstieg mit einem Kindersitz anders / schwieriger sein kann. Er ist nicht unmöglich, aber eben anders und sollte geübt sein. Insbesondere weil das Gewicht des Fahrrads höher ist. Der Schwerpunkt ist ein anderer. Daher muss besonders, wenn ein Kind mit dabei ist, das Fahrrad immer sicher gehalten werden. 
Ein sicherer Fahrradständer ist eigentlich Pflicht. Bei einem einfach Mittelbau- oder Hinterradständer ist außerdem ein Lenkungsdämpfer empfehlenswert. Am besten eignet sich ein Zweibeiniger Mittelbauständer, zum Beispiel der Ursus Jumbo.
Bei einem Fahrradanhänger ist der Auf bzw. Abstieg vom Fahrrad natürlich kein Problem. Auch die Gesamtstabilität wird vom Anhänger nicht negativ beeinflusst.

Komfort und Platz

Der Fahrradanhänger bietet mehr Platz für Kinder

Der Sitzkomfort für die kleinen Fahrgäste ist vermutlich im einsitzigen Anhänger am höchsten. Beim Zweisitzer müssen die Kinder schon ganz gut miteinander klar kommen. Da hört man doch während der Fahr auch ab und zu einen Streit der Kinder. Hier helfen klare Regeln für Kinder.
In jedem Fall ist der Komfort im Anhänger höher, weil die Kinder immer trocken, windgeschützt (ingesamt besser vor Wettereinflüssen geschützt) sitzen. Bei uns kommt es nicht selten vor, dass die Kinder während einer kurzen Fahrt einfach einschlafen, daher gehe ich davon aus, dass der Anhänger auch meinen Kindern gefällt.

Mobilität

Der Punkt Mobilität kann in dieser Diskussion aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Zum einen ist es so, dass der Kindersitz natürlich weniger Aufwand bedeutet. Man nimmt das Fahrrad, setzt das Kind hinein und fährt los. Beim Anhänger muss dieser häufig erst angekoppelt werden bevor man losfahren kann. Am Zielort muss der Anhänger unter Umständen zusätzlich gesichert werden. Das Fahrrad mit Kindersitz bedeutet den gleichen Aufwand wie ein Fahrrad ohne Kindersitz. Es ist also nur ein Schloss für das Fahrrad notwendig.
Auf der anderen Seite jedoch, kann ich den Fahrradanhänger einfacher zwischen verschiedenen Fahrrädern wechseln, wenn ich mehrere Kupplungen habe. Ich kann den Anhänger beispielsweise morgens in der Kita abstellen und Nachmittags wieder abholen, während ich mit meinem Fahrrad ohne Anhänger weiter fahre. Oder Alternativ kann der andere Elternteil den Anhänger am Nachmittag mit den Kindern mitnehmen, weil an jedem Fahrrad eine Kupplung montiert ist.

Unterhaltungen während der Fahrt

Ein Nachteil beim Anhänger ist, dass man während der Fahrt praktisch gar nicht mit dem Kind kommunizieren kann. Ein normales Gespräch ist nicht möglich. Wenn das Kind mal weint, warum auch immer, dann muss man anhalten, absteigen und zum Anhänger gehen um zu klären was los ist. Das funktioniert mit einem Kindersitz einfacher, weil ich viele Dinge während der Fahr klären kann. Ich kann besser erklären, was um uns herum passiert, wenn das Kind Fragen stellt.

Abgase

Auch das Thema Abgase wird immer wieder thematisiert. Kinder sollen im Anhänger, aufgrund der geringen Höhe, direkt den Auspuffrohren beziehungsweise den Abgasen der Autos ausgesetzt sein. Dieses Thema ist sehr umstritten und es gibt bisher keine Studie die das belegt. Auf der anderen Seite gibt es jedoch eine Untersuchung der Universität Heidelberg die festgestellt hat, dass die Abgasbelastung beim Radfahren grundsätzlich geringer ist, als beim Autofahren, weil Autofahrer deutlich mehr Schadstoffe durch die Lüftung im Innern des Autos aufnehmen.
Mein Rat ist jedoch: Mit dem Fahrrad seid ihr grundsätzlich flexibler und könnt in der Regel auch Routen wählen, die abseits von Hauptverkehrsadern liegen. Wählt lieber einen kleinen Umweg und fahrt durchs Grüne und vermeidet Verkehr so gut es geht.
Wenn es sich doch nicht verhindern lässt, dann stellt euch nicht direkt vor den Auspuff des Lastwagens, sondern lasst lieber Abstand.

Schutz vor Wettereinflüssen

Bei Kindersitzen sind Kinder logischerweise deutlich mehr dem Wetter ausgesetzt. Insbesondere bei Sitzen für vorne trifft das zu. 
Dagegen sind Kinder im Fahrradanhänger durch den Aufbau ideal geschützt. Egal ob Wind, Regen oder Schnee, meine Kinder sitzen dort immer entspannt.
Im Sommer kann man den Anhänger dagegen soweit öffnen, dass es nicht zu warm wird. Viele Anhänger haben übrigens auch ein integriertes Insektenschutzgitter. Dieses Gitter hält auch den gröbsten Dreck ab, lässt aber genügend Lüftung zu. Dieses solltet ihr möglichst immer unten lassen.

Gepäcktransport

Burley Cub Gepäcktransport

Der Gepäcktransport bei Fahrrädern mit Kindersitz für den Gepäckträger oder zur Befestigung an der Sattelstrebe ist natürlich eingeschränkt, der Gepäckträger ist nur schwer, meist gar nicht, nutzbar. Ein Korb kann nicht auf den Gepäckträger montiert werden. Was ich immer wieder sehe. Eltern tragen große Rucksäcke und das Kind dahinter kann den Kopf nicht mehr bewegen und sitzt aus diesem Grund sehr eingeengt. Ideal ist auch das nicht. Ein Korb für den Lenker wäre natürlich denkbar, aber mit diesen lässt sich meist nicht sehr viel Gepäck transportieren -insbesondere kein schweres, da diese nicht viel Gewicht transportieren können.

Beim Anhänger sieht das anders aus. Zum einem kann das Fahrrad mit allen möglichen Lösungen bepackt werden, wie einem Korb auf dem Gepäckträger, oder einem Rucksack. Viel interessanter ist aber die Möglichkeit im Anhänger selbst.
Meist hat man ein großes Staufach zur Verfügung und dieses passt wirklich eine Menge. Ich selbst bin häufig mit beiden Kindern auf diese Weise einkaufen. Der Burley Cub oder auch ein Croozer fasst mehrere große voll beladene Stoffbeutel im Staufach hinter den Sitzen.
Das ist übrigens auch bei Familienausflügen empfehlenswert, wie zum Beispiel ein Tagesausflug an den See oder zum Tierpark.

Platzbedarf

Ein Anhänger braucht Platz. Nicht nur während der Fahrt, sondern auch eine geeignete Abstellmöglichkeit zum Parken. In den Keller trägt man einen Fahrradanhänger auch nicht eben so, weil diese ziemlich unhandlich sind. Dagegen nimmt ein Fahrrad mit Kindersitz kaum mehr Platz in Anspruch als ein Fahrrad ohne. Der Kindersitz selbst ist außerdem schnell demontiert und in der Wohnung verstaut.
Doch auch während der Fahrt benötigt ein Anhänger Platz. Das Gespann (Fahrrad und Anhänger) ist länger, das müsst ihr natürlich beim rangieren und auch beim Fahren von Kurven berücksichtigen. Ein Anhänger ist außerdem breiter. Bedenkt das bitte, wenn ihr durch die eine schmale Lücke fahren wollt. 

Flexibilität

vsf T-500 mit Burley Cub

Ein unheimlich großer Vorteil des Anhängers ist die Möglichkeit, dass man ihn einfach in einen (doppelsitzigen) Kinderwagen umwandeln kann. Dazu sind nur ein paar wenige Handgriffe nötig. Diese Möglichkeit nutzen wir sehr häufig. 
Beispielsweise wollen wir einen Stadtausflug machen, aber lieber mit der Bahn in die Stadt fahren. Wir nutzen die Fahrräder für den Weg bis zum Bahnhof, den Anhänger koppeln wir dazu an eines unserer Räder. 
Am Bahnhof bauen wir den Anhänger zum Kinderwagen um, in dem wir einfach schwenkbare Buggy-Räder montieren - natürlich ist das ohne Werkzeug möglich. Dafür entfernen wir lediglich den Deichsel. Diesen lassen wir entweder am Fahrrad oder packen ihn in den Anhänger.
Durch den Platz kann im Anhänger übrigens auch sehr gut der Einkauf verstaut werden.

Alternativen zum Fahrradanhänger und Kindersitz

Natürlich gibt es noch eine weitere Variante für den Kindertransport - das Lastenrad. Dieses ist zwar deutlich teurer, aber auch sehr interessant. Abgesehen von einigen Proberunden habe ich hiermit jedoch keine Erfahrung, daher habe ich das Thema nicht in den Artikel integriert, aber ich wollte diese Möglichkeit nicht unerwähnt lassen.
In meinem Fall wird der Anhänger ständig zwischen den verschiedenen Fahrrädern gewechselt und auch täglich (aufgrund der Corona-Krise aktuell natürlich seltener) bei der Kita abgestellt. Daher war ein Lastenrad für unseren Haushalt keine Alternative. Man hätte dazu direkt ein zweites Lastenrad kaufen müssen.
Mit einigen Lastenrädern können auch mehr als zwei Kinder transportiert werden.

Mein Fazit

Faltrad mit Anhänger

Wie schon zu Beginn beschrieben: Ich nutze beide Lösungen regelmäßgig, sowohl den Fahrradanhänger, also auch den Kindersitz. Beide Varianten haben Ihre Vor und Nachteile. Beim Thema Sicherheit - und das ist oft entscheidend - liegt der Anhänger aus meiner Sicht jedoch weit vorne. Kinder werden im Anhänger bei einem Unfall einfach besser geschützt. Die Fallhöhe ist geringer und durch den Überrollkäfig gibt es einen echten Rundumschutz.
Für uns ist jedoch auch der Nutzen relevant. Eine kurze Runde ohne Zeitdruck zum Brötchen holen mache ich sehr gerne mit meinem jüngsten Sohn im Kindersitz. Mein älterer Sohn fährt dann mit seinem eigenen Fahrrad nebenher. 
Der Weg zur Kita wird mit dem Anhänger gemacht, weil wir diesen bei der Kita abstellen und beide Kinder transportieren. Nach der Kita erledigen wir unter Umständen mit Kindern im Anhänger den Familieneinkauf.

Wir nutzen nun seit ungefähr 4 Jahren den Römer Jockey Comfort und haben mit diesem gute Erfahrungen gemacht. Sowohl die Montage, als auch die tägliche Handhabung sagen uns sehr zu. Allerdings können wir damit nur ein Kind mitnehmen.

Als Anhänger nutzten wir zwei Jahre den Croozer Kid Plus for 1 und nun - aufgrund von unserem zweiten Sohn - bereits seit einiger Zeit den Burley Cub. Meine Erfahrungen mit diesem habe ich bereits in einem entsprechenden Erfahrungsbericht zum Burley Cub beschrieben.
Der Anhänger wird bei uns etwa zwischen 2000 und 2500 Kilometern jährlich gefahren.